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Bundesliga-Legionär Bradley Carnell hat bereits 41 Spiele für Südafrika bestritten © getty

Aufgrund einer Verletzung kann Südafrikas Bradley Carnell nicht gegen Deutschland auflaufen. Bei Sport1.de analysiert er sein Team.

Von Martin van de Flierdt

Leverkusen ? Bradley Carnell ist derzeit nicht vom Glück verfolgt.

"Ich habe im letzten halben Jahr immer pünktlich zu den Nationalmannschaftsterminen körperliche Probleme und musste immer absagen", klagt der Südafrikaner in Diensten von Hansa Rostock.

Sein letztes Länderspiel datiert vom 11. Oktober 2008. Aktuell setzt ihn ein Muskelfaserriss aus dem Spiel gegen Union Berlin matt.

"Das ist sehr ärgerlich. Der Anschluss an die Nationalmannschaft droht dadurch etwas verloren zu gehen. Für mich wäre das Spiel gegen Deutschland (ab 20.15 Uhr LIVE) eine gute Plattform gewesen. Aber die WM im eigenen Land habe ich noch nicht abgehakt."

Für Sport1.de stellt der ehemalige Stuttgarter, Mönchengladbacher und Karlsruher Bundesligaprofi die vermutliche Startelf Südafrikas vor.

Rowen Fernandez

Für den Torwart von Arminia Bielefeld ist es eine schwierige Situation. Er hat sich den Traum von einer Karriere in Europa erfüllt und war unter Trainer Ernst Middendorp auch eine feste Größe. Der Kreuzbandriss hat ihn dann aus der Bahn geworfen, nun kommt er an Dennis Eilhoff nicht vorbei, weil der sich keine Blöße gibt. Das macht seine Lage in der Nationalelf nicht einfacher. Weil Stammtorwart Itumeleng Khune nun mit einer Daumenverletzung ausfällt, bekommt er die Chance gegen Deutschland.

Tschepo Masilela

Er spielt bei Maccabi Haifa und war beim Confed Cup sehr stark. Er marschiert 90 Minuten lang. Seine Flanken oder den letzten Pass kann er zwar noch verbessern. Aber ansonsten bin ich mit meinem Vertreter als Linksverteidiger sehr zufrieden.

Aaron Mokoena

Der Abwehrchef ist auch in Europa bekannt, er spielt für den FC Portsmouth in England, war zuvor jahrelang bei den Blackburn Rovers. Mit 91 Länderspielen ist er der erfahrenste Spieler im Kader.

Bongani Khumalo

Der zweite Innenverteidiger ist in Südafrika mit SuperSport United Meister geworden. Er ist ein solider Spieler, sehr zweikampf- und kopfballstark, kann aber seine Spieleröffnung noch verbessern. Bei ihm ist sehr wichtig, wie er in ein Spiel hineinfindet.

Sibuniso Gaxa

Der Rechtsverteidiger kommt von dem Mamelodi Sundowns, ist sehr schnell und sucht immer die Chance, nach vorne mitzugehen. Unsere Stärke ist das Spiel über die außen. Da er immer anspielbar ist, hat er daran seinen Anteil.

Simphiwe Tshabalala

Er ist der linke Flügelspieler bei meinem alten Klub, den Kaizer Chiefs. Er ist immer in der Lage, in der Offensive für Furore zu sorgen. Im Eins-gegen-Eins hat er seine Stärken, ihm fällt immer etwas ein. Dazu kommt ein guter linker Fuß. Er ergänzt sich sicher gut mit Pienaar.

Kagisho Dikgacoi

Er ist ein guter Abräumer, ein Sechser vom FC Fulham. Dikgacoi hat einen sehr harten und gefährlichen Schuss und versucht es gerne einmal aus der Distanz. Er findet zumeist spielerische Lösungen, wenn der Raum eng ist.

Benson Mhlongo

Er kommt von den Orlando Pirates und ist nicht so spielstark wie etwa Dikgacoi, hat aber eine enorme Ausdauer, stopft Löcher und ist auch ein geschickter Zweikämpfer. Aber den diesmal fehlenden MacBeth Sibaya völlig gleichwertig zu ersetzen, wird für ihn schwierig.

Steven Pienaar

Da Teko Modise fehlt, ist er der Kopf der Mannschaft. Die beiden sind die Spieler mit den Ideen, die tödliche Pässe spielen können. Bei Ajax war er jahrelang klasse, jetzt ist er eine feste Größe beim FC Everton. Warum es zwischendurch in Dortmund nicht geklappt hat, kann ich mir nicht erklären. Seine Dynamik ist für unsere Mannschaft sehr wichtig. Er kann ein Spiel mit einer Aktion entscheiden.

Bernard Parker

Er ist ein sehr beweglicher Stürmertyp, läuft 14, 15 Kilometer pro Spiel und versucht sich immer anzubieten. Den Ball wie ein klassischer Angreifer nur abzuschirmen, bis die Mittelfeldspieler nachrücken, ist nicht das sein Ding. Da versucht er sich lieber im Eins-gegen-eins. Parker spielt in den Niederlanden beim FC Twente.

Katlego Mphela

Auch er hat wie Parker seiner Stärken eher am Boden, mit dem Ball am Fuß. Er lauert auf den Pass in die Schnittstelle der Viererkette und entkommt dabei durch seine Schnelligkeit oft den Verteidigern. In Südafrika ist er bei den Mamelodi Sundowns aktiv. Vom Typ her kann man ihn vielleicht mit Chris Katongo von Arminia Bielefeld vergleichen.

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