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Miroslav Klose (r.) im Zweikampf mit Südafrikas Steven Pienaar © getty

Der zuletzt vielkritisierte Stürmer verschafft sich Selbstvertrauen. Auch Özil und Adler sammeln Pluspunkte. Die Einzelkritik.

Leverkusen - Mit 2:0 hat die deutsche Mannschaft WM-Gastgeber Südafrika geschlagen.

Es war ein Sieg, bei dem das Löw-Team überzeugender auftrat als bei den müden Vorstellungen zuletzt.

Besonders Matchwinner Mesut Özil und Lokalmatador Rene Adler überzeugten.

Aber auch der zuletzt so kritisierte Miroslav Klose tankte nach seiner Einwechslung für den Bayern-Sturmkollegen Mario Gomez Selbstvertrauen.

Rene Adler: Bei seinem fünften Einsatz im DFB-Dress konnte der Lokalmatador durchweg überzeugen. Verhinderte kurz nach dem 1:0 mit einer Glanztat ein Eigentor von Friedrich und war auch ansonsten ein sicherer Rückhalt. Toller Reflex auch in der 66. gegen Mphela.

Philipp Lahm: Nahezu fehlerfreie Leistung des Münchners, der hinten gut stand und auch vorne viele gute Szenen hatte.

Arne Friedrich: Spielte wie schon bei der Asienreise in der Innenverteidigung. Die Abstimmung mit Tasci ließ aber zu wünschen übrig. In der 35. Minute mit Glück, als Adler ein Eigentor des Berliners verhinderte. Insgesamt zu behäbig.

Serdar Tasci: Konnte keine Pluspunkte sammeln. Einige Unsicherheiten im Abwehrzentrum und Schwächen im Spielaufbau. Musste nach der Pause Heiko Westermann weichen.

Marcel Schäfer: Nach seiner schwachen Vorstellung gegen Aserbaidschan deutliche Steigerung. Der Wolfsburger überzeugte mit gutem Zweikampfverhalten, schaltete sich aber bis auf eine Ausnahme viel zu wenig in das Angriffsspiel ein.

Bastian Schweinsteiger: Etwas Licht, aber noch mehr Schatten bei dem 25-Jährigen, der von seiner Topform nach wie vor weit entfernt ist und kurz nach der Pause eine gute Möglichkeit vergab.

Simon Rolfes: Unauffällige Vorstellung der Bayer-Profis, der vor eigenem Publikum defensiv gut stand, im Spiel nach vorne aber Schwächen offenbarte. Wurde in der 73. Minute gegen Khedira ausgetauscht.

Michael Ballack: Gab zunächst aus dem defensiven Mittelfeld nur wenig Impulse, leitete dann aber bei seinem ersten gefährlichen Vorstoß in den gegnerischen Strafraum das 1:0 ein. Nicht ganz so überzeugend wie zuletzt beim FC Chelsea. Nach der Pause um mehr Ordnung bemüht.

Mesut Özil: Bei seinem ersten Einsatz von Beginn an als hängende Spitze aufgrund seiner herausragenden Technik mit vielen guten Szenen. Deutete seine kreativen Fähigkeiten an und übernahm auch bei Standards Verantwortung. Krönte seine gute Leistung in seinem dritten Länderspiel mit seinem ersten Treffer zum 2:0. Löw sah aber Verbesserungsbedarf bei Defensivverhalten und Balleroberung.

Marko Marin: Das Leichtgewicht aus Bremen hatte die erste Chance und sorgte bis zur Pause für viel Wirbel. Belebendes Element auf der linken Seite, allerdings ohne große Effektivität.

Mario Gomez: Als Alleinunterhalter im Angriff mit vielen ordentlichen Aktionen. Sein unermüdlicher Einsatz wurde in der 35. Minute mit seinem elften Treffer im DFB-Trikot belohnt. Durfte nach 45 Minuten Feierabend machen.

Heiko Westermann: Kopfballstark, aber im Zweikampf viel zu ungelenk, dazu große Defizite im Stellungsspiel. Als Innenverteidiger eine Fehlbesetzung.

Miroslav Klose: Von Formkrise keine Spur - der WM-Torschützenkönig sorgte nach seine Einwechslung zunächst mit einigen sehr guten Pässen für Gefahr, erarbeitete sich anschließend selbst noch gute Chancen. Bereitete das 2:0 vor.

Lukas Podolski: Kam wie so oft im Nationalteam aus dem linken Mittelfeld, fand aber nur wenig Bindung und konnte sich nach der Pause nicht entscheidend in Szene setzen.

Sami Khedira: Kam in der 73. Minute für Rolfes und damit zu seinem lang ersehnten Debüt in der A-Elf. Damit 30. Neuling in der Ära Löw.

Christian Gentner: Kam in der 80. Minute für Ballack, konnte sich aber nicht mehr in Szene setzen.

Piotr Trochowski: Kam in der 84. Minute für Schweinsteiger, setzte aber keine Akzente mehr.

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