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Bastian Schweinsteiger (l.) und Mario Gomez spielen gemeinsam beim FC Bayern © imago

Die Knieverletzung des Münchner Angreifers ist offenbar nichts Gravierendes. Schweinsteiger setzt sich gegen Kritik zur Wehr.

Vom DFB-Team berichtet Martin van de Flierdt

Köln - Bevor die deutsche Nationalmannschaft am Montagnachmittag ihre Zelte in Köln abbrach und nach Barsinghausen bei Hannover weiterreiste, gab es eine frohe Kunde:

Den Knieproblemen, die Mario Gomez am Sonntag gezwungen hatten, das Training vorzeitig abzubrechen, liegt offenbar keine gravierende Verletzung zugrunde.

"Mario hat noch leichte Beschwerden, aber es ist eine deutliche Besserung eingetreten", berichtete DFB-Mediendirektor Harald Stenger am Mittag.

Der Torschütze zum 1:0 gegen Südafrika (2:0) kann wieder mit der Mannschaft trainieren.

Klose steht bereit

Sollte Gomez dennoch im drittletzten WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan (Mi., ab 20.15 Uhr LIVE) nicht auflaufen können, steht Miroslav Klose als Vertreter bereit.

"Ich gehe davon aus, dass ich spiele", sagte der WM-Torschützenkönig selbstbewusst dem "kicker".

Dessen Bayern-Teamkollege Bastian Schweinsteiger wird gegen das Team von Berti Vogts zu seinem 70. Länderspiel kommen - trotz der schwachen Leistung am Samstag.

Allerdings war beim 25-Jährigen fast keine Spur von Selbstkritik zu erkennen, als er vom Journalisten einer Münchner Tageszeitung zu seiner in zahlreichen Medien schlecht bewerteten Vorstellung befragt wurde:

"So ist das eben: Wenn du mit Journalisten nicht sprichst, beurteilen sie dich schlechter. Sprichst du mit ihnen, sieht das anders aus", meinte Schweinsteiger.

Schweinsteiger ist internes Urteil wichtig

Er räumte dann aber doch ein, dass er besser spielen könne.

"Ich hatte gegen Südafrika zwei große Möglichkeiten, die ich machen muss", sagte der Münchner. "Aber man muss auch erstmal zu solchen Möglichkeiten kommen."

Wie über ihn berichtet werde, könne er ohnehin nicht beeinflussen. "Mir ist wichtig, was Mannschaft und Trainer denken."

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Mit Aserbaidschan, Russland und Finnland stünden nun drei entscheidende Spiele an. "Da geht's um was, da kannst du dich top motivieren", meinte Schweinsteiger.

Das verlangt der Bundestrainer allerdings auch. "Wir wollen mit einer gewissen Dynamik und viel Schwung möglichst schnell Dominanz ausüben und viele Tore schießen", sagte Joachim Löw.

"Unabhängig vom System wollen wir gegen Aserbaidschan klar gewinnen."

Einsatzgarantie für Enke und Özil

Torhüter Robert Enke und der gegen Südafrika glänzende Spielmacher Mesut Özil haben dafür schon eine Einsatzgarantie erhalten.

Bleibt der Bundestrainer beim 4-3-3, sind noch die Besetzung der halblinken Innenverteidigerstelle, der linken offensiven Außenbahn und des zweiten defensiven Mittelfeldmanns neben Michael Ballack offen.

Thomas Hitzlsperger dürfte hier wieder in die Mannschaft rücken.

"Es ist ein stetiger Kampf dabeizusein", hielt sich der Stuttgarter am Montagmittag noch zurück.

"Schweini" prognostiziert Russen-Ausrutscher

Während Schweinsteiger voraussagte, dass Deutschlands Gruppenkonkurrent Russland am Mittwoch in Wales "nicht gewinnen" werde, mahnte Hitzlsperger zur Konzentration auf das eigene Spiel.

"Wir haben zwar gegen Südafrika schon viel besser gespielt als zuletzt, aber am Zenit sind wir sicher noch nicht angekommen", sagte der Stuttgarter.

"Wir müssen die drei Punkte gegen Aserbaidschan holen, sonst brauchen wir über die Russen gar nicht erst nachzudenken."

Die voraussichtliche deutsche Aufstellung:

Enke - Lahm, Mertesacker, Friedrich (Tasci), Schäfer - Ballack, Hitzlsperger - Schweinsteiger, Özil, Trochowski (Marin) - Gomez (Klose)

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