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Bastian Schweinsteiger (l.) bestreitet gegen Aserbaidschan sein 70. Länderspiel © getty

Die Nationalmannschaft will im WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan die Voraussetzung für ein Finale in Russland schaffen.

Vom DFB-Team berichtet Martin van de Flierdt

Hannover - Vor dem vermeintlich leichten WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan (ab 20.15 Uhr LIVE) hat Joachim Löw von seinen Nationalspielern höchste Konzentration eingefordert.

"Die Mannschaft hat beim 2:0 gegen Südafrika strukturierter, organisierter und dynamischer nach vorne gespielt als zuletzt", sagte der Bundestrainer.

"Gegen Aserbaidschan sollten wir das noch konsequenter fortsetzen, damit wir ein entsprechendes Ergebnis erzielen."

Mit letzterem ist ein ungefährdeter Sieg gemeint. Ein frühes Tor ist dabei das erste Nahziel, damit es nicht zu einer unerwarteten Nervenprobe kommt.

Schweinsteiger macht die 70 voll

"Jetzt geht?s um etwas, da ist es leicht, sich top zu motivieren", meint Bastian Schweinsteiger, der gegen die Mannschaft von Ex-Bundestrainer Berti Vogts zu seinem 70. Länderspieleinsatz kommen wird.

"Wir haben zwar gegen Südafrika schon viel besser gespielt als zuletzt", findet Thomas Hitzlsperger, der im zentralen defensiven Mittelfeld wohl in die deutsche Startelf zurückkehren wird.

"Aber am Zenit sind wir sicher noch nicht angekommen. Wir sind noch nicht die weltbeste Mannschaft, aber wir arbeiten daran. Auch in der Defensive können wir uns noch steigern."

Boateng stößt zum A-Team hinzu

Dort streiten Arne Friedrich, Serdar Tasci und Heiko Westermann um den Platz neben Per Mertesacker in der Innenverteidigung. Sie werden bald noch einen weiteren Mitbewerber in ihrem Kreis begrüßen dürfen.

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"Ich will den Konkurrenzkampf. Deswegen werden wir als nächstes Jérome Boateng integrieren", kündigte Löw in der "Sport Bild" an. "Es ist unser Aufgabe, ihn noch in diesem Jahr näher an die A-Mannschaft heranzuführen."

Ob der U-21-Europameister aus Hamburg schon für das wohl entscheidende Gruppenspiel in Moskau gegen Russland eine Alternative darstellt, ließ Löw offen.

Konzentration auf den nächsten Schritt

"Russland thematisieren wir noch nicht", erklärte der Bundestrainer. "Jetzt machen wir erstmal den nächsten Schritt gegen Aserbaidschan."

Und zwar mit Rene Adler zwischen den Pfosten, der den erkrankten Robert Enke vertritt.

"Wenn jemand in diesem Moment nachvollziehen kann, wie er sich fühlt, dann bin ich es", sagte der Leverkusener zu Enkes entgangenem "Heimspiel" in Hannover.

"Vor dem Länderspiel gegen Liechtenstein Ende März in meiner Heimatstadt Leipzig hat es mich genauso getroffen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Robert enttäuscht und traurig ist."

Sport1.de hat die Fakten zum Spiel:

Die Bilanz:

Die bislang einzige Begegnung der deutschen Nationalmannschaft mit der Auswahl Aserbaidschans liegt gerade einmal vier Wochen zurück. Am 12. August setzte sich das DFB-Team im Hinspiel in Baku mit 2:0 durch. Die Tore erzielten Schweinsteiger und Miroslav Klose.

Die Spieler im Fokus

Rene Adler: Der Leverkusener Schlussmann profitiert von Enkes krankheitsbedingter Absage.

Liefert er nach dem starken Auftritt gegen Südafrika erneut eine fehlerfreie Leistung ab, wird es für das Trainerteam schwierig, in Russland eine Rückversetzung auf die Bank schlüssig zu begründen.

Mesut Özil: Der Bremer hat gegen Südafrika begeistert. Nun führt er erstmals in einem Pflichtspiel von Beginn an Regie im deutschen Spiel und wird vom Gegner erhöhte Aufmerksamkeit erhalten. Damit muss er sich zurechtfinden.

Das sagen die Trainer:

Joachim Löw: "Wir wollen mit einer gewissen Dynamik und viel Schwung möglichst schnell Dominanz ausüben und viele Tore schießen. Unabhängig vom System wollen wir gegen Aserbaidschan klar gewinnen."

Berti Vogts: "Ich habe keine Mannschaft, die nur auf Defensive spielen kann. Meine Spieler wollen sich nicht verstecken. Es kann aber sein, dass wir eine kostenlose Lehrstunde bekommen."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Deutschland: Adler - Lahm, Mertesacker, Westermann, Schäfer - Ballack, Hitzlsperger - Schweinsteiger, Özil, Podolski - Gomez

Aserbaidschan: Agajew - Schukurow, Yunisoglu, Lewin, Allahwerdijew - Abbasow, Sadjkow, Mammadow - Nadirow, Husejnow ? Jawadow

Schiedsrichter: Kakos (Griechenland)

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