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Robert Enke stand acht Mal zwischen den Pfosten des DFB-Teams © getty

Der Nationaltorwart setzt sich hinsichtlich seines Comebacks nicht unter Druck, hat aber schon ein Datum für die Rückkehr ins Tor im Auge.

Hannover - Der erkrankte Nationaltorwart Robert Enke von Hannover 96 lässt den Zeitpunkt seiner Rückkehr ins Tor zwar prinzipiell offen, hat sich aber ein vages Ziel gesetzt.

"Im Moment bin ich von der körperlichen Verfassung, mich ins Tor zu stellen, noch sehr weit entfernt", sagte der 32-Jährige, der an einer bakteriellen Infektion leidet. Er erwägt allerdings ein Trainingscomeback während der Länderspielpause vom 5. bis 15. Oktober:

"Ich will mich da aber zeitlich nicht festlegen und setze mich nicht unter Druck." Symptome der Erkrankung waren erstmals beim Training der Nationalmannschaft im Vorfeld des Länderspiels am 5. September in Leverkusen gegen Südafrika aufgetreten.

Anschließend musste Enke sowohl für das WM-Qualifikationsspiel am 9. September gegen Aserbaidschan als auch für die folgenden Bundesligapartien passen.

Für das wohl entscheidende Spiel am 10. Oktober in Moskau gegen Russland wird Enke von Bundestrainer Joachim Löw aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes nicht nominiert.

"Die Entscheidung war zu erwarten und nachvollziehbar", sagte der 96-Schlussmann, der derzeit mit Antibiotika behandelt wird und sich "noch nicht so leistungsfähig" fühlt.

Tägliches Lauftraining

Insgesamt gehe es ihm aber den Umständen entsprechend gut. Um sich fit zu halten, absolviert Enke momentan täglich Lauftraining und ein Stabilitätsprogramm.

"Es ist natürlich nicht einfach. Da hat man schon bisschen dran zu knabbern. Ich hatte schon viele schwierige Situationen in meiner Karriere. Das ist jetzt eine weitere. Aber ich werde viel aus ihr lernen", meinte Enke.

DFB-Stammplatz bleibt das Ziel

Den Stammplatz im deutschen Tor hat der Hannoveraner im Hinblick auf die WM 2010 noch nicht abgeschrieben:

"Das wäre ein wenig früh. Ich hoffe, dass wir uns direkt qualifizieren. Danach kommt eine lange Phase, in der ich wieder eingreifen kann. Darauf freue ich mich."

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