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Gerd Müller erzielte für die Nationalmannschaft 68 Tore © imago

Der "Bomber der Nation" lässt kein gutes Haar an den DFB-Stürmern: "Die hätten früher nicht mal am Ball riechen dürfen."

Von Mathias Frohnapfel

München - Gerd Müller lässt kein gutes Haar an Mario Gomez, Miro Klose und Lukas Podolski.

Die Bayern-Stürmerlegende hat das Nationalstürmer-Trio scharf attackiert.

Im DSF stellte der 63-Jährige deren Qualität in Frage: "Wenn man sieht, wer heute die Stürmer sind in der Nationalmannschaft - die hätten früher nicht mal am Ball riechen dürfen."

Und zugleich warb Müller für Bayern-Offensivtalent Thomas Müller.

"Er ist unglaublich, kopfballstark, stark links wie rechts und er macht ein paar Tore", meinte der einstige Nationalstürmer.

Daher müsse der 20-Jährige für die WM "Thema Nummer eins" sein.

Müllers heftige Kritik an den Nationalstürmer verärgerte indes Bundestrainer Joachim Löw.

Löw wehrt Kritik ab

In der "Bild" konterte er: "Soviel Räume, wie sie Stürmer früher 90 Minuten lang hatten, gibt es heute für die Stürmer nicht mal fünf Minuten lang in einem Spiel."

Und Löw redet seine Angreifer stark und verweist darauf, dass Klose bei der WM 2006 Torschützenkönig war.

"Auch Podolski und Gomez haben gezeigt, dass sie internationale Top-Stürmer sind. Ich bin mir sicher, dass sie das unter Beweis stellen werden."

Allofs: "Nicht Generationen miteinander vergleichen"

Für Klaus Allofs ist Müllers Aussage ebenfalls überzogen und "ungerecht".

"In seiner Generation zu den Besten zu gehören, darum geht es. Man sollte nicht zwischen den Generationen vergleichen", meinte der Werder-Manager.

Ähnlichen Wirbel wie Müllers Rüge der DFB-Stürmer hatte vor einigen Monaten ein Satz von Klaus Fischer verursacht.

Der einstige Nationalstürmer hatte im März angesichts der damaligen Torlos-Durststrecke von Mario Gomez gegenüber Sport1.de gelästert:

"Er hat jetzt ein Jahr lang kein Tor mehr gemacht. Noch nicht einmal gegen Liechtenstein oder Vorwärts Indien. Der hätte früher nie wieder gespielt."

Rummenigge weiter von Gomez überzeugt

Derweil ist FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gegenüber der "Welt" konkreter auf die aktuelle Situation von Mario Gomez eingegangen:

Der Bayern-Stürmer müsse sich darauf einstellen, dass der FCB in jeder Partie "gegen eine Mannschaft spielt, die uns alles abverlangt. Und es gilt, diesen Kampf in jedem Spiel zu bestehen."

Rummenigge ist weiterhin von Gomez überzeugt. "Er wird nicht nur Tore machen, sondern auch großartigen Fußball spielen."

Auch Gerd Müller macht Gomez trotz aller Kritik Hoffnungen.

"Wenn er sein Potenzial abruft", sagte Müller der "tz", "kommen die Tore ganz von allein. Er sollte sich nicht verrückt machen lassen und einfach nicht so viel nachdenken."

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