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Tasci kann ebenso wie VfB-Teamkollege Khedira nicht gegen Russland spielen © getty

Schock vor der Partie in Moskau: Beide Stuttgarter müssen für das "Finale" in Russland absagen. Michael Ballack ist dagegen fit.

Mainz/München - Das DFB-Team muss im "Finale" gegen Russland ohne Serdar Tasci und Sami Khedira auskommen.

Die Stuttgarter fallen für das entscheidende WM-Qualifikationsspiel am Samstag in Moskau (ab 16.30 Uhr LIVE) aus.

Während Mittelfeldspieler Khedira wegen einer Überlastungsreaktion im rechten Fuß auch danach gegen Finnland passen muss, besteht bei Tasci Hoffnung.

Der Verteidiger konnte beim 0:2 gegen Werder Bremen am Sonntag wegen eines geschwollenen Knies nicht spielen und wird auch in den nächsten Tagen nicht trainieren können.

Rückkehr gegen Finnland offen

Offen ist, ob der neunmalige Nationalspieler nachträglich zur DFB-Auswahl stößt und für das abschließende WM-Qualifikationsspiel gegen die Finnen am 14. Oktober in Hamburg zur Verfügung steht.

Eine Nachnominierung für das Russland-Spiel gibt es vorerst nicht. Somit stehen Löw derzeit inklusive der drei Torhüter 22 Spieler zur Verfügung.

Ballacks Wadenprobleme überstanden

Michael Ballack, der zuletzt bei zwei Spielen des FC Chelsea wegen Wadenproblemen gefehlt hatte, feierte am Sonntag ein gelungenes Comeback für die Blues.

Der DFB-Kapitän stand beim 2:0 gegen den FC Liverpool in der Startformation und erhielt nach der guten Leistung beim Spitzenreiter einh Extra-Lob von Trainer Carlo Ancelotti.

"Wir sind zuversichtlich, dass wir uns direkt für die WM qualifizieren, weil wir heiß auf die Partie sind, uns gut vorbereiten und das nötige Ergebnis in Moskau erzielen werden", erklärte der Kapitän.

Vom Aufgebot waren am Sonntag neben Ballack und Khedira neun weitere Spieler im Einsatz, alle meldeten sich fit. Einziger Neuling ist Jerome Boateng vom Hamburger SV.

Vorbereitung auf Mainzer Kunstrasen

Die Nationalspieler treffen sich im Laufe des Montags in Mainz, wo sie sich bis Donnerstag auf dem Kunstrasen des FSV 05 auf das Match im Luschniki-Park vorbereiten.

Das erste Training auf dem ungewohnten Untergrund findet am Dienstag statt. "Der Kunstrasen darf keine Ausrede sein. Wir müssen uns auf die Rahmenbedingungen einstellen", meinte Ballack.

"Wir werden mit voller Konzentration, Energie und Einsatz in die Partie gehen."

Ähnlich äußerte sich Rene Adler. "Bei aller Anspannung kann es doch nur ein Ziel geben: Wir fahren nach Moskau, um dort zu gewinnen", sagte der Torwart des Bundesliga-Tabellenführers Bayer Leverkusen auf der DFB-Homepage.

Mit Sieg direkte WM-Teilnahme perfekt

Mit einem Sieg hätte die einen Punkt vor Russland liegende deutsche Mannschaft den Gruppensieg und die direkte WM-Qualifikation vorzeitig gesichert.

"Wir werden perfekt eingestellt sein", kündigte Adlder an.

Dazu dienen auch die geplanten fünf Einheiten auf dem Mainzer Kunstrasen, der eine ähnliche Beschaffenheit wie der in Moskau hat.

Es wird das erste Länderspiel in der gesamten DFB-Historie auf einem künstlichen Boden.

"Im Grunde genommen entsteht auf Kunstrasen ein komplett anderes Spiel. Die Bälle springen anders", erklärte Löw den Unterschied.

"Es erfordert eine Umstellung, besonders dann, wenn der Kunstrasen feucht ist und der Ball dadurch schneller wird. Dann muss man ihn in den Fuß statt in die Räume spielen."

Löw lässt keine Ausreden gelten

Trotzdem will der Bundestrainer das nicht als Alibi gelten lassen: "Das ist inzwischen ein unwichtiger Aspekt. Wir kennen die Situation, und es gibt keine Möglichkeit, den Wettbewerbsvorteil rückgängig zu machen", sagte er.

"Und diese Situation bedeutet ja nicht, dass wir das Spiel nicht gewinnen können."

Sogar Russlands Coach Guus Hiddink glaubt nicht, dass der Untergrund Spiel entscheidend sein wird. "So groß ist der Heimvorteil gar nicht", sagte der Niederländer.

Nur wegen des Wetters spiele man dort: "Im Oktober kann es hier schon schneien. Deswegen spielen wir auf Kunstrasen."

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