Sport1.de-Redakteur Martin Volkmar lobt die Partie gegen Russland, doch auf das DFB-Team wartet noch jede Menge Arbeit.

Es war eine mühsame WM-Qualifikation für die deutsche Nationalmannschaft, in der es gegen Gegner wie Aserbaidschan und Liechtenstein mehr zu verlieren als zu gewinnen gab.

Vor dem letzten Spiel steht aber unterm Strich eine beeindruckende Bilanz von acht Siegen und einem Unentschieden.

Viel wichtiger als die reinen Fakten war jedoch der krönende Abschluss am Samstag beim 1:0 gegen Russland.

Denn die bärenstarke Vorstellung in der Höhle des Löwen wird der gesamten DFB-Auswahl einen Schub geben.

Es war die passende Antwort zum richtigen Zeitpunkt, nachdem zuletzt teilweise zu Recht Klasse und Engagement der Nationalelf angezweifelt worden waren.

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Nach der Vorstellung von Moskau aber kann das Team von Joachim Löw zuversichtlich auf die WM in Südafrika blicken.

Ob der WM-Dritte im Juni 2010 zu den Top-Favoriten gehört, kann man jetzt noch nicht ernsthaft sagen.

Die Anzeichen sprechen aber eindeutig dafür, dass die DFB-Elf bei der Endrunde eine gute Rolle spielen wird.

So bestätigte die Partie in Russland, dass die Mannschaft dann immer hochkonzentriert zur Sache geht, wenn es darauf ankommt.

Von einigen kleinen Fehlern abgesehen, war der Auftritt taktisch, spielerisch und kämpferisch beeindruckend.

Dabei konnten durch die Bank alle Spieler überzeugen: Sowohl die Routiniers wie Michael Ballack und Torschütze Miroslav Klose als auch die zuletzt nicht immer soliden Lukas Podolski und Per Mertesacker oder auch ein Youngster wie Mesut Özil, der schon jetzt kaum mehr aus der Elf wegzudenken ist.

Überragender Mann in Moskau war allerdings Rene Adler, der nach seiner Weltklasse-Leistung realistisch gesehen auch bei der WM die Nummer 1 sein muss.

Dennoch hätte die DFB-Auswahl mit etwas Pech sogar verlieren können und dann wäre das große Zittern losgegangen.

Das lag auch am Bundestrainer, der Jerome Boateng spätestens zur Pause hätte auswechseln müssen und durch sein Festhalten am Neuling und den folgenden Platzverweis den Erfolg in Gefahr brachte.

Bei allem Lob für Löw, der die Mannschaft glänzend auf das Gruppenfinale eingestellt hatte, muss der Hinweis erlaubt sein: Um in Südafrika ganz nach vorne zu kommen, bleibt allen Beteiligten noch eine Menge Arbeit.

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