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Thomas Müller gab am 11. August 2009 sein Debüt in der U-21-Nationalmannschaft © getty

Die U-21-Auswahl gelingt es nicht gegen Israel zu überzeugen. Olympia gerät damit in Gefahr. Ein Bayern-Spieler enttäuscht.

Frankfurt/Main - Die neue Fußball-Generation von U-21-Europameister Deutschland hat einen Rückschlag erlitten.

Vier Tage nach dem 3:0 gegen Slowenien kam die im Umbruch befindliche Mannschaft von Trainer Rainer Adrion in einem Test-Länderspiel in Frankfurt gegen Israel nicht über ein 0:0 hinaus.

Damit trennten sich beide Teams im fünften Aufeinandertreffen zum fünften Mal unentschieden.

Die Erben des EM-Titels verpassten es, Mut für die bevorstehenden Partien in der EM-Qualifikation zu schöpfen.

Nach einer bitteren 1:2-Niederlage gegen Tschechien ist die Teilnahme an der Endrunde 2011 in Dänemark und damit auch die Qualifikation für Olympia 2012 in London stark gefährdet.

"Mit dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden, mit der Grundeinstellung aber schon. Wir haben weitgehend auf ein Tor gespielt, leider ist uns der erlösende Treffer nicht gelungen", sagte Adrion, und Angreifer Thomas Müller fügte hinzu: "Wir haben bis zum 16er gut gespielt, aber danach haben wir uns schwer getan."

Müller vergibt Großchance - Schieber blass

Vor 3644 Zuschauern im Stadion des Zweitligisten FSV Frankfurt tat sich der Nachwuchs des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schwer. Eine der wenigen Chancen in der Anfangsphase hatte Thomas Müller (24.).

Doch der Jungstar vom deutschen Rekordmeister Bayern München, der von Bundestrainer Joachim Löw eine Beförderung ins A-Team in Aussicht gestellt bekommen hat, verfehlte mit einem Kopfball knapp das Tor.

Ansonsten konnte sich Müller kaum in Szene setzen und wurde nach einer Stunde ausgewechselt.

Auch sein Sturmpartner Julian Schieber vom VfB Stuttgart, der gegen Slowenien mit einem Doppelpack geglänzt hatte, blieb ohne Durchschlagskraft. Auf der Gegenseite verhinderte Schiebers Teamkollege Sven Ulreich im Tor vor der Pause zweimal einen möglichen Rückstand.

Adrion experimentierfreudig

Wie angekündigt nutzte Adrion das sechste Spiel unter seiner Leitung zu Experimenten und änderte seine Startelf auf fünf Positionen. Unter anderem stand Ulreich anstelle von Tobias Sippel vom Zweitliga-Zweiten 1. FC Kaiserslautern zwischen den Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel agierte die deutsche Mannschaft engagierter. Der eingewechselte Leverkusener Toni Kroos verfehlte mit einem Freistoß aber ebenso das Tor (51.) wie eine Minute später der ins Spiel gekommene Nürnberger Eric-Maxim Choupo-Moting mit einem Kopfball.

Kevin Schindler vom Zweitligisten FC Augsburg scheiterte an Israels Schlussmann Ariel Harush (55.).

Fast komplett neuer Kader

Insgesamt standen nur noch fünf Spieler im Kader, die im Juni den EM-Titel gewannen. Kapitän Jerome Boateng hatte nach Mesut Özil, Marko Marin, Andreas Beck, Manuel Neuer und Sami Khedira den Sprung ins A-Team geschafft. Zudem hatten fünf Spieler abgesagt.

Beste Spieler im deutschen Team waren der Stuttgarter Sebastian Rudy und Felix Bastians von Erstliga-Aufsteiger SC Freiburg.

Deutsche Aufstellung:

Deutschland: Ulreich - Schwaab (46. Schmelzer), Höwedes, Badstuber (ab 46. Langkamp), Bastians - Reinartz, Hummels (46. Kroos) - Schindler, Rudy (85. Hegeler) - Müller (60. Sam), Schieber (46. Choupo-Moting)

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