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Bei der letzten Weltmeisterschaft 2006 wurde die deutsche Nationalelf Dritter © getty

Für die Sicherheit der Nationalmannschaft während der WM in Südafrika 2010 wird bereits im Vorfeld alles in die Wege geleitet.

Frankfurt/Main - Das Luxus-Quartier der deutschen Nationalmannschaft für die WM 2010 in Südafrika wird zum Hochsicherheitstrakt.

Der DFB plant wegen der hohen Kriminalität in Südafrika, bis zu 20 zusätzliche Sicherheitskräfte für die erste WM auf dem afrikanischen Kontinent zu engagieren.

Die Bodyguards sollen die Spieler innerhalb und außerhalb des Fünf-Sterne-Hotels Velmore Grande in der Provinuz Gauteng beschützen.

"Wir werden voraussichtlich mehr Personal als bislang üblich einsetzen," sagte DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn, der ab dem 25. Oktober vier Tage lang das WM-Quartier der deutschen Mannschaft inspizieren wird.

Einsatz deutscher Sicherheitskräfte

"Wir brauchen aber zunächst ein Konzept aus Südafrika, was man uns an Sicherheitsmaßnahmen rund um die Mannschaft und das Medienzentrum anbietet. Dann werden wir entscheiden, ob die Maßnahmen ausreichen oder wir nachbessern müssen," ergänzt Spahn in der "Sport Bild".

Dass der DFB beim Sicherheitspersonal nur auf Südafrikaner setzt, ist jedoch ausgeschlossen.

Ohnehin wird laut Spahn darüber nachgedacht, deutsche Personenschützer, die bereits am Kap der guten Hoffnung tätig sind und somit das Land kennen, einzusetzen.

Auch mit dem BKA in Wiesbaden steht der DFB in Verbindung.

Schutzwesten für Spieler

Allerdings wird der Verband in Südafrika wohl auch auf private Sicherheitsdienste zurückgreifen.

In der Verlosung ist dabei auch das Leverkusener Unternehmen BaySecur, das bei Auswärtsspielen der Nationalelf die VIP-Gäste sichert.

Einsatzleiter Günter Schnelle warnte die Nationalspieler bereits davor, die Sicherheitsproblematik in Südafrika auf die leichte Schulter zu nehmen:

"Die Möglichkeit für die Spieler, sich außerhalb des WM-Hotelgeländes frei zu bewegen, sollte auf ein Minimum reduziert werden", sagte er.

"Andernfalls muss es das volle Programm geben: bewaffneter Personenschutz und Schutzwesten für die Spieler."

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