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Bald wieder dabei im Team von Joachim Löw (l.): Bayer-Stürmer Stefan Kießling © imago

Der lange verschmähte Stürmer bekommt eine Nominierungs-Garantie für die letzten Länderspiele 2009. Bayerns Youngster weckt Interesse.

München - Darauf hat er lang gewartet: Der Leverkusener Stürmer Stefan Kießling wird eine neue Chance in der Nationalmannschaft erhalten.

Kießling führt derzeit mit sieben Treffern die Torjägerliste der Bundesliga an und wird im November in den Länderspielen gegen Chile und die Elfenbeinküste sein Comeback geben.

"Stefan Kießling wird dabei sein", verriet Bundestrainer Joachim Löw am Rande des Gastspiels der Leverkusener auf Schalke. "Ich will kein Geheimnis mehr draus machen."

Kießling, der gegen Schalke das zwischenzeitlich 2:0 erzielte, hat bisher zwei Länderspiele bestritten. Zuletzt spielte er im Februar 2009 gegen Norwegen für das DFB-Team.

Allerdings: Zuletzt hatte Löw trotz Kießlings guter Form auf eine Nominierung verzichtet, was für Diskussionen gesorgt hatte.

Gute Chancen auch für Müller

Auch der Münchner Shootingstar Thomas Müller darf sich Hoffnungen machen. Er habe gute Chancen auf eine Nominierung, ergänzte Löw.

Zuvor wolle der Bundestrainer aber noch ein Telefonat mit Bayern-Trainer Louis van Gaal führen.

Pikant: Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte unlängst gewettert, eine Müller-Nominierung käme viel zu früh.

Löw: Kuranyi-Comeback nicht in meiner Zeit

Für den Schalker Angreifer Kevin Kuranyi wird es dagegen in näherer Zukunft im DFB-Team kein Comeback geben.

"In meiner Zeit wird Kuranyi nicht in die Nationalmannschaft zurückkehren", sagte Löw einmal mehr.

Leicht genervt fügte der Bundestrainer an: ?Ich hoffe, dass mir die Frage nach Kuranyi, die vierteljährlich wieder auftaucht, zum letzten Mal gestellt worden ist."

Verbannung im letzten Oktober

Löw hatte Kuranyi im Oktober vergangenen Jahres aus der Nationalmannschaft verbannt, nachdem der die Mannschaft während des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland in Dortmund verlassen hatte, weil er auf der Tribüne hatte Platz nehmen müssen.

Danach war der Stürmer dann in einer Nacht- und Nebelaktion aus dem Mannschaftshotel in Düsseldorf abgereist.

Kuranyi selbst hatte zuletzt wiederholt geäußert, dass er sich eine zweite Chance in der Nationalelf wünsche.

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