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An ihm scheiden sich die Geister: Im inzwischen ausgestandenen Machtkampf zwischen DFB und Bundestrainer Jogi Löw gerät vor allem Teammanager Oliver Bierhoff zur großen Reizfigur
Joachim Löw (l.) und Oliver Bierhoff holten mit dem DFB-Team Platz zwei bei der EM © getty

Joachim Löw bleibt nach der WM für weitere zwei Jahre Bundestrainer. Auch Oliver Bierhoff verlängert seinen Kontrakt.

Frankfurt/Tel Aviv - Joachim Löw bleibt bis 2012 Bundestrainer der Nationalmannschaft.

"Wir sind uns einig geworden, die erfolgreiche Zusammenarbeit auch über die WM hinaus zu verlängern", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger am Mittwochabend und bestätigte damit eine entsprechenden Meldung der "Bild"-Zeitung.

Auch Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff hat seinen Vertrag um dieselbe Zeitspanne verlängert.

Zwanziger, der am Mittwoch in Tel Aviv weilte, hatte sich mit Löw am Vortag in der Verbandszentrale in Frankfurt/Main getroffen.

"Wir hatten ein gutes Gespräch. Beide Seiten waren ja grundsätzlich bereit, die Zusammenarbeit fortzusetzen, denn zwischen uns besteht ein großes Vertrauensverhältnis", erklärte der DFB-Boss, der schon vor der erfolgreichen Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika erklärt hatte, dass er den Vertrag mit dem Bundestrainer verlängern wolle. (Alle Gruppen im Überblick)

Löw übernimmt EM-Qualifikation

Löw selbst, der 2006 das Amt von Jürgen Klinsmann, unter dem er zwei Jahre als Assistent gearbeitet hatte, übernommen hatte, wird den Vize-Europameister somit nach der WM im kommenden Sommer auch durch die Qualifikation für die EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine führen.

"Grundsätzlich möchte ich meinen Vertrag verlängern, aber es müssen noch einige Dinge geklärt werden", hatte der 49-Jährige nach der geschafften WM-Qualifikation durch das 1:0 in Russland im Oktober erklärt.

Auch Trainerstab bleibt

Zu seinen Bedingungen zählten, dass auch der komplette Trainerstab weiterbeschäftigt wird. Zwanziger hatte betont, dass man dieser Forderung nachkommen werde, da man das beste Personal für die beste Mannschaft haben wolle.

Somit ist klar, dass auch Co-Trainer Hansi Flick und Torwarttrainer Andreas Köpke zwei weitere Jahre im Amt bleiben.

"Joachim Löw und sein Team können uns auch nach der WM sportlich weiter nach vorne bringen", sagte Zwanziger, der über finanzielle Konditionen keine Angaben machen wollte.

Gehalt spielte keine Rolle

Das Gehalt spielte für Löw, der auf rund drei Millionen Euro Jahreseinkommen geschätzt wird, nach eigenen Angaben ohnehin keine Rolle: "Ich bin zufrieden mit der Bezahlung", hatte er jüngst am Rande der WM-Gruppenauslosung in Kapstadt erklärt.

Andere Dinge waren ihm wichtiger: "Ich will wissen: Was ist machbar in den nächsten Jahren? Können meine Visionen erfüllt werden? Steht der Verband dahinter? Ich will die absolute Rückendeckung für mein Konzept spüren."

WM-Abschneiden spielt nur untergeordnete Rolle

Zwanziger erklärte am Mittwoch, dass man sich mit Löw über das Konzept für die kommenden Jahre absolut einig sei.

Dabei werde das Abschneiden bei der WM nur eine untergeordnete Rolle spielen, da man beim DFB von der Gesamtphilosophie Löws überzeugt sei. (Der Spielplan)

Nach der mündlichen Einigung werden in den kommenden Wochen Generalsekretär Wolfgang Niersbach und andere DFB-Offizielle das schriftliche Vertragswerk anfertigen, dass dann im Januar unterzeichnet werden soll.

Löw will demnächst Gegner bekanntgeben.

Löw, dessen aktueller Kontrakt noch bis Juni 2010 läuft, ist derzeit mit den konkreten Planungen für die WM in Südafrika beschäftigt.

In den kommenden Tagen will er bekannt geben, wer die letzten Gegner des dreimaligen Welt- und Europameisters vor Turnierbeginn sind und wo die DFB-Auswahl ihre beiden Trainingslager aufschlagen wird.

Für das Regenerationstrainingslager mit den Familien der Spieler stehen Mallorca und Sardinien zur Auswahl, die harte Vorbereitung auf die WM findet entweder in Österreich oder der Schweiz statt.

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