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Philipp Lahm (l., mit Jogi Löw) machte bisher 63 Länderspiele © getty

Der Verteidiger würde die Bayern-Youngster gerne bei der WM sehen. Sie könnten schon für den Leistungstest nominiert werden.

München - Philipp Lahm macht sich für eine WM-Teilnahme von Thomas Müller und Holger Badstuber in Südafrika stark.

"Wer als junger deutscher Profi beim FC Bayern ständig, vor allem auch international spielt, ist auf jeden Fall ein Kandidat für die Weltmeisterschaft", sagte der Außenverteidiger der "Sport Bild":

"Eine bessere Empfehlung gibt es nicht."

Lahm will sich auch gegenüber Bundestrainer Jogi Löw für die beiden 20-jährigen Youngster einsetzen.

"Wenn der Bundestrainer mich zu ihnen befragt, werde ich ihm meine Meinung dazu sagen und sie ihm empfehlen. Die Entscheidung muss am Ende er treffen", sagte Lahm weiter.

Leistungstest in Sindelfingen nächste Woche

Vielleicht bekommt Lahm schon in der nächsten Woche die Gelegenheit. Am Dienstag und Mittwoch zieht Löw seine Nationalspieler in Sindelfingen zu einem Leistungstest zusammen. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Schon am Montag trifft sich die Spitze der DFB-Elf bereits mit den Bundesligatrainern, bevor dann am 3. März das erste Länderspiel des Jahres gegen Argentinien in München auf dem Programm steht.

Bei der Tagung kann die sportliche Leitung der DFB-Auswahl auch gleich die Bedenken aus der Liga aus der Welt schaffen. "Wir denken nicht, dass ein Leistungstest eine Belastung darstellt", erklärte Manager Oliver Bierhoff.

Welche Spieler beruft Löw?

Rund 35 Spieler wird Löw am Donnerstag nominieren. Hoffnung machen dürfen sich neben Badstuber und Müller auch der Leverkusener Toni Kroos und Dortmunds Mats Hummels.

"Wir beobachten diese Spieler ganz genau", hatte Löw zuletzt erklärt.

Für Real Madrids Edelreservisten Christoph Metzelder wäre eine Nichtnominierung dagegen fast schon das Aus der WM-Ambitionen.

Adler, Wiese und Neuer zur WM

Endgültig festgelegt hat sich Löw schon auf der Torwartposition. Rene Adler (Bayer Leverkusen), Manuel Neuer (Schalke 04) und Tim Wiese (Werder Bremen) werden zur WM fahren.

"Die Situation ist glasklar: Wir haben drei Torhüter, die absolute Priorität haben und mit zur WM fahren, weil sie seit ein, zwei Jahren klasse Leistungen zeigen", sagte der 49-Jährige der "Sport Bild".

Kahn: "Adler hat die Nase vorn"

Wer denn dann auch tatsächlich spielen wird, hat Löw noch nicht entschieden. Ex-Nationalkeeper Oliver Kahn hat aber einen Verdacht.

"Adler hat die Nase vorn, weil er zweimal gegen Russland überzeugt hat. Ein Trainer vergisst das nicht, wenn einer in zwei wichtigen Spielen so eine Leistung bringt", vermutet Kahn:

"Wenn er seine Leistung hält, geht kein Weg an Adler vorbei."

Welche Torhüter sich im weiteren Blickfeld befinden, führte Löw nicht aus: "Es gibt keinen Anlass, einen anderen Torwart als Nummer vier zu favorisieren, falls sich einer von ihnen verletzt."

Gespräche mit Ballack nach der WM

Kapitän Michael Ballack wird die deutsche Elf bei der WM anführen. Ginge es nach Löw, würde er auch noch bis zur EM 2012 auf den 33-Jährigen vom FC Chelsea setzen.

"Wir werden nach der WM konkret besprechen, wie es mit ihm weitergeht", sagte der Bundestrainer.

"Michael Ballack kann sicherlich noch ein paar Jahre auf hohem Niveau spielen, aber letztendlich muss er bereit sein, die Belastungen auf sich zu nehmen."

Keine Sorgen wegen der Sicherheit

Sicherheitsbedenken in Bezug auf die WM in Südafrika plagen Löw trotz des tödlichen Anschlags auf das Nationalteam von Togo beim Afrika-Cup aber nicht.

"Angola ist 2000 km von Südafrika entfernt, und nach meinem Kenntnisstand hat das Thema Sicherheit höchste Priorität bei der FIFA und den südafrikanischen WM-Organisatoren", sagte er.

"Es werden die größten Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Ich persönlich fühlte mich bei keinem meiner Aufenthalte in Südafrika in irgendeiner Weise bedroht."

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