vergrößernverkleinern
Stefan Kießling wechselte 2006 vom 1. FC Nürnberg zu Bayer Leverkusen © getty

Der Leverkusener erntet viel Lob vom Bundestrainer, ist aber nur vierte Wahl. Der Bremer muss den Leistungstest absagen.

Stuttgart - Für Stefan Kießling rückt die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Südafrika immer näher. (Der WM-Spielplan)

"Stand heute hat er sehr gute WM-Chancen", sagte Bundestrainer Joachim Löw der "Bild am Sonntag" über den Stürmer von Bayer Leverkusen.

"Ich messe ihn nicht nur an Toren, sondern auch an seinen spielerischen Fähigkeiten. Er hat sich enorm verbessert, er ist viel selbstbewusster geworden."

Der in der Bundesliga-Torschützenliste führende Kießling, der am Montag im Kreis der Nationalmannschaft während des Kurzlehrgangs in Stuttgart seinen 26. Geburtstag feiert, wäre der vierte Stürmer für die WM-Endrunde.

Leistungstest ohne Podolski und Hunt

Gesetzt sind derzeit für den Angriff die beiden Münchner Miroslav Klose und Mario Gomez sowie der Kölner Lukas Podolski, der wegen Bandscheibenbeschwerden nicht an dem Leistungstest in der Schwaben-Metropole teilnehmen kann.

Auch Aaron Hunt wird nicht an dem Kurzlehrgang von Sonntag bis Mittwoch teilnehmen. Der Offensivspieler von Werder Bremen musste Löw wegen Magen- und Darmbeschwerden absagen.

Damit nehmen nur noch 27 WM-Kandidaten an den Marketingmaßnahmen am Montag und Dienstagvormittag und dem Fitnesstest am Dienstagnachmittag teil. Der Mittwoch wurde im Gegensatz zur ursprünglichen Planung gestrichen.

Neben Hunt fehlen auch Kapitän Michael Ballack und Abwehrspieler Robert Huth, die von ihren englischen Klubs FC Chelsea bzw. Stoke City keine Freigabe für den nur im deutschen Rahmenterminkalender festgesetzten Lehrgang erhalten haben.

Zudem können neben Podolski die ebenfalls verletzten Heiko Westermann (Schalke 04) und Cacau (VfB Stuttgart) nicht teilnehmen

Kein Abschiedsspiel für Frings

Löw verteidigte auch noch einmal die Ausbootung von Bremens Kapitän Torsten Frings aus der Nationalmannschaft, in der der 33-Jahre Mittelfeldspieler keine Rolle mehr spielen werde.

"Es ist eine grundsätzliche Entscheidung. Es ist so, dass ich nicht mehr mit Torsten plane. Einige Spieler stehen vor ihm auf seiner Position als Sechser im Mittelfeld.

Spieler wie Khedira, Rolfes, Gentner, Hitzlsperger und auch Schweinsteiger", erklärte der Bundestrainer, der zudem berichtete, dass für den 79-maligen Nationalspieler kein Abschiedsspiel geplant sei.

Für Löw ist es denkbar, dass irgendwann mal der Münchner Bastian Schweinsteiger von der rechten Seite ins zentrale Mittelfeld rückt, was aktuell aber nicht vorgesehen sei:

"Ich könnte mir das irgendwann mal vorstellen, wenn wir eine Alternative für das rechte offensive Mittelfeld haben.

Derzeit ist Bastian dort sehr wichtig für uns. Er hat auf dieser Position viele gute Spiele geliefert. Deshalb sehe ich ihn vorerst nicht im Zentrum neben Michael Ballack."

Müller und Kroos im Visier

Als Alternativen für die rechte Seite nannte der Bundestrainer den Münchner Thomas Müller und den Leverkusener Toni Kroos.

"Beide sind laufstark, spielen auf taktisch und technisch hohem Niveau. Wir werden beide genau beobachten, ob sie in der Rückrunde umsetzen, was ich mir verspreche", äußerte Löw.

Die beiden Shootingstars, die noch nie bei der A-Mannschaft waren, wurden ebenfalls für den Leistungstest in Stuttgart eingeladen.

Vorentscheidung in der Torwartfrage gegen Argentinien

In der Torwartfrage hat sich der Bundestrainer auf Rene Adler, Manuel Neuer und Tim Wiese als WM-Teilnehmer 181113(Diashow: Hier wird gespielt) festgelegt, aber noch nicht auf die Nummer eins.

"Derjenige, der gegen Argentinien im Tor steht, hat einen Vorteil und Vorsprung - wenn er gut hält in dem Spiel. Einen Zeitplan, wann die Nummer eins verkündet wird, gibt es nicht", sagte Löw, der mit der DFB-Auswahl am 3. März in München auf den zweimaligen Weltmeister trifft.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel