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Gleichwohl: Es war nicht der erste Konflikt um Bierhoff, der bereits als Spieler polarisierte und dessen Image dabei zwischen Fan-Liebling und Prügelknabe schwankte. Sport1.de gibt einen Überblick in Bildern
Oliver Bierhoff ist seit 2004 beim DFB als Teammanager angestellt © imago

Teammanager Oliver Bierhoff warnt, obwohl er das DFB-Team auf einem guten Weg sieht. Etablierte Kräfte kehren in den Kader zurück.

München - Personalsorgen hat Bundestrainer Joachim Löw diesmal nicht, dennoch sieht Teammanager Oliver Bierhoff die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor den WM-Qualifikationsspielen gegen Russland und Wales in einer schwierigen Phase.

"Wir stehen schon unter Druck. Wir müssen jetzt aufpassen, dass sich keine Bequemlichkeit und Selbstgefälligkeit in der Mannschaft und im Verband nach dem zweiten Platz bei der EM breitmachen", sagte Bierhoff in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Zuversicht überwiegt

Allerdings ist der frühere Torjäger überzeugt, dass die DFB-Auswahl beim "Doppelpack" gegen den EM-Halbfinalisten Russland am 11. Oktober in Dortmund (20.45 Uhr) und gegen Wales am 15. Oktober in Mönchengladbach (20.45 Uhr) die Scharte vom 3:3 in Finnland auswetzen wird.

"Ich bin zuversichtlich. Wir haben oft gezeigt, dass wir mit Druck umgehen können. In Finnland haben wir zuletzt Moral gezeigt. Unser Team, in das diesmal Ballack und Frings zurückkehren, wird an dieser Situation wachsen. Es hat sich in der europäischen Spitze etabliert", meinte Bierhoff.

Der Nationalelf würde momentan allerdings noch "ein Tick Kaltschnäuzigkeit und das Bewusstsein fehlen, ein Spiel in gewissen Momenten in die richtigen Bahnen lenken zu können. Aber das wird noch kommen. Die Mannschaft ist nicht am Ende ihrer Entwicklung."

Stammkräfte wieder dabei

Am Dienstag trifft sich die DFB-Auswahl in Düsseldorf, wo am Nachmittag in der Arena unter dem Motto "DFB hautnah" ein Tag der offenen Tür für die Fans stattfinden wird.

22 Spieler hat Löw für die beiden Qualifikationsspiele eingeladen, am Sonntag gab es zunächst keine Absagen. Somit kann der Bundestrainer ("Das sind zwei ganz wichtige Spiele") erstmals nach der EURO wieder auf altbewährte Stammkräfte zurückgreifen, da insbesondere Kapitän Michael Ballack und Torsten Frings ihre Verletzungen auskuriert haben.

Während neben Ballack und Frings auch Arne Friedrich, Rene Adler und Jermaine Jones in den DFB-Kader zurückkehren, sind Marko Marin, Christian Pander, Andreas Hinkel und insbesondere Christoph Metzelder diesmal nicht dabei.

Der Abwehrspieler von Real Madrid solle sich über das Training bei den Königlichen wieder für Einsätze empfehlen, meinte Löw.

Der DFB-Kader für die Spiele gegen Russland und Wales:

Tor: Robert Enke (Hannover 96), Rene Adler (Bayer Leverkusen), Tim Wiese (Werder Bremen)

Abwehr: Clemens Fritz (Werder Bremen), Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin), Marcell Jansen (Hamburger SV), Philipp Lahm (Bayern München), Per Mertesacker (Werder Bremen), Serdar Tasci (VfB Stuttgart), Heiko Westermann (Schalke 04)

Mittelfeld: Michael Ballack (FC Chelsea), Torsten Frings (Werder Bremen), Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart), Jermaine Jones (Schalke 04), Simon Rolfes (Bayer Leverkusen), Bastian Schweinsteiger (Bayern München), Piotr Trochowski (Hamburger SV)

Angriff: Mario Gomez (VfB Stuttgart), Patrick Helmes (Bayer Leverkusen), Miroslav Klose (Bayern München), Kevin Kuranyi (Schalke 04), Lukas Podolski (Bayern München)

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