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Joachim Löw ist seit dem 13. Juli 2007 deutscher Bundestrainer © getty

Der Bundestrainer nährt die Spekulationen um seine Zukunft. In die EM-Qualifikation startet das DFB-Team gegen Belgien.

Frankfurt/Main - Vize-Europameister Deutschland beginnt die Qualifikation zur EM-Endrunde 2012 in Belgien.

Doch dass Joachim Löw dann noch als Bundestrainer auf der Bank sitzt, wird immer unwahrscheinlicher.

Auf die Frage, ob der Ausscheidungs-Marathon ab September ohne ihn stattfinden werde, antwortete Löw: "Ja, das kann sein." 199554(DIASHOW: Joachim Löws Karriere)

Damit nährte der 50-Jährige am Montag bei der Absprache des Spielplans in der Zentrale des DFB in Frankfurt die Spekulationen um einen Rückzug nach der WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli).

"Die Entscheidung wird nach der WM fallen", betonte Löw nach den gescheiterten Verhandlungen mit DFB-Präsident Theo Zwanziger über eine vorzeitige Vertragsverlängerung erneut. In der EM-Quali sieht er die DFB-Auswahl so oder so als Favoriten.

"Es spielt im Grunde keine Rolle, gegen wen wir zuerst spielen, oder ob wir zuerst zu Hause oder auswärts antreten", erklärte Löw: "Man muss die Spiele gewinnen - egal wann oder wo."

Die deutsche Nationalmannschaft muss auf dem Weg zur EM-Endrunde in Polen und der Ukraine zu Beginn am 3. September in Belgien antreten, das auch zum Gruppen-Finale am 11. Oktober 2011 Gegner der DFB-Auswahl ist.

Respekt vor Belgien

Löw zollte dem 66. der Weltrangliste, der vom ehemaligen Bundesligatrainer Dick Advocaat betreut wird, Respekt: "Belgien hat eine gute Generation und ist unter Advocaat stark verbessert."

Advocaat sieht in dem Auftakt gegen Deutschland einen Vorteil. "Für Deutschland ist es das erste Spiel nach der WM, da müssen sich die Mannschaften vielleicht erst neu finden", sagte der frühere Coach von Borussia Mönchengladbach.

Ihr zweites Spiel in der Qualifikationsgruppe A bestreitet die DFB-Auswahl vier Tage später gegen Aserbaidschan mit dem ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts.

Türkei: Gute Spieler, erfahrener Coach

Weitere Gruppengegner sind die Türkei, gegen die sich das DFB-Team bei der EM-Endrunde 2008 im Halbfinale durchgesetzt hatte, sowie Österreich und Kasachstan.

"Die Türkei hat viele gute Fußballer, die Mannschaft zeigt immer große Leidenschaft und hat mit Guus Hiddink einen neuen, erfahrenen Trainer. Österreich ist immer in der Lage, einem ein Bein zu stellen", erklärte Löw.

Beim Auswärtsspiel in Kasachstan müsse man sich über die Zeitverschiebung von fünf Stunden im Vorfeld Gedanken machen. Erstmals finden die EM-Qualifikationsspiele freitags und dienstags statt.

Den Klubinteressen entgegengekommen

"Das ist völlig akzeptabel. Für die Vereinstrainer ist es besser, wenn dienstags statt mittwochs gespielt wird, da die Nationalspieler einen Tag mehr Vorbereitung in ihren Klubs haben", meinte Löw.

Generell zeigte sich Löw mit den Terminabsprachen für die EM-Qualifikation zufrieden und betonte, dass bei den Heimspielen Köln als Austragungsort bevorzugt behandelt werde. Dort war das geplante Länderspiel im November 2009 gegen Chile nach dem Selbstmord von Robert Enke abgesagt worden.

Unmittelbar nach der Terminabsprache brach Löw 108 Tage vor dem WM-Start gemeinsam mit Teammanager Oliver Bierhoff und Assistenztrainer Hansi Flick nach Südafrika auf.

Dort nimmt das DFB-Trio in Sun City an einem FIFA-Workshop der WM-Teams teil und inspiziert zudem noch einmal das deutsche WM-Quartier Velmore Grande in der Privinz Gauteng.

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