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Tim Wiese lief bislang zweimal in der Nationalmannschaft auf © getty

Der Bremer Keeper verpasst wegen eines Faseranrisses wohl das Argentinien-Spiel. Rolfes sieht noch eine Chance für Südafrika.

München - Das Europa-League-Endspiel gegen Twente Enschede hat Bremens Keeper Tim Wiese verletzungsbedingt schon verpasst.

Ein Muskelfaseranriss im Oberschenkel hat aber auch Folgen für die Nationalmannschaft.

Die Teilnahme des Keepers am Länderspiel des DFB-Teams am 3. März in München gegen Argentinien ist unwahrscheinlich geworden.

Aller Wahrscheinlichkeit werden folglich nur Rene Adler und Manuel Neuer in die bayerische Landeshauptstadt reisen. Wer gegen die "Gauchos" beim einzigen Test der Elf von Joachim Löw vor dem Start der WM-Vorbereitung (ab 14. Mai) zwischen den Pfosten steht, hat auch die besten Karten, in Südafrika die deutsche Nummer eins zu sein 199554(DIASHOW: Joachim Löws Karriere).

Rolfes hat noch Hoffnung

Simon Rolfes hat die Hoffnung auf die Teilnahme am Turnier indes noch nicht aufgegeben.

"Ich bin optimistisch und hoffnungsvoll, dass es eine kleine Chance gibt", erklärt der Mittelfeldspieler von Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen, der Ende Januar einen Knorpelschaden im Knie erlitten hatte.

"Ich habe mit Bundestrainer Joachim Löw telefoniert", verrät Rolfes: "Er gibt mir die Zeit, zu regenerieren und Anfang Mai zu schauen, wie es aussieht. Um eine Entscheidung zu treffen, ist es jetzt noch viel zu früh."

In knapp zwei Wochen könne er mit dem gezielten Aufbautraining beginnen, dann müsse man sehen, wie das Knie reagiere, sagte Rolfes.

Für Hitzlsperger sieht es düster aus

Der 21-malige Nationalspieler hatte erst zu Beginn der Rückrunde nach fast drei Monaten Pause wegen einer arthroskopischen Gelenkspülung im Knie sein Comeback gegeben. An das Karriere-Ende habe er trotz des erneuten Rückschlags aber "nie gedacht", versichert der 28-Jährige.

Rolfes waren vor der Verletzung beste Chancen eingeräumt worden, bei der WM in Südafrika gemeinsam mit Michael Ballack im zentralen Mittelfeld zur Stammformation zu gehören.

Für den ebenfalls auf der Position angesiedelten Thomas Hitzlsperger sieht es in Sachen WM zusehends düster aus.

Hitzlsperger wird im Kader für Argentinien wohl fehlen, da er nach seinem Wechsel von Stuttgart zu Lazio Rom auch in Italien noch nicht Fuß fassen konnte.

Chancen für Kroos und Müller

Hoffnungen auf ihr Debüt in der DFB-Auswahl dürfen sich die beiden Jungstars Toni Kroos von Bayer Leverkusen und der Münchner Thomas Müller machen.

Sicher werden auch die beiden "Problemfälle" Miroslav Klose und Lukas Podolski dem von Kapitän Michael Ballack angeführten Kader angehören.

Klose ist seit Wochen beim FC Bayern nur Ersatz. Podolski steckt in einer schweren Krise und hat seit 1300 Minuten keinen Bundesliga-Treffer mehr erzielt.

Löw stärkte seinen beiden Angreifern zuletzt aber wiederholt den Rücken: "Lukas und Miroslav haben in der Nationalmannschaft immer ihre Leistung gebracht und regelmäßig getroffen."

Ballack will ein Zeichen setzen

Nach dem Machtkampf mit dem DFB und seiner geplatzten Vertragsverlängerung war Löw zuletzt bemüht, das sportliche Geschehen wieder in den Mittelpunkt zu stellen.

"Wir sind uns alle einig, dass das gesamte Interesse der WM in Südafrika gelten muss. Wir müssen die Mannschaft so vorbereiten, dass sie ein gutes Turnier spielt. Denn wir haben eine unglaublich hohe Verantwortung", sagte er.

Ballack forderte vor dem Argentinien-Spiel deshalb ein positives Signal von der Mannschaft. "In dieser Hinsicht ist es jetzt besonders wichtig, dass wir gegen Argentinien ein gutes Spiel abliefern, damit die Diskussionen nicht endlos weitergehen", sagte der DFB-Kapitän.

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