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Bundestrainer Joachim Löw öffnet Toni Kroos und Thomas Müller (v.l.) die Tür zur WM © getty

Der Bundestrainer nominiert die beiden Neulinge für das erste Länderspiel 2010 gegen Argentinien. Der Kader umfasst 26 Spieler.

Frankfurt/München - Thomas Müller von Bayern München und der Leverkusener Toni Kroos dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf ein WM-Ticket machen.

Die beiden Jungstars gehören wie erwartet dem Mammut-Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft für das Länderspiel am kommenden Mittwoch (20.15 Uhr LIVE) in München gegen Argentinien an.

Die Partie gegen die von Diego Maradona trainierten Südamerikaner ist für Bundestrainer Joachim Löw der einzige Test vor der Nominierung des endgültigen 23-köpfigen WM-Kaders Anfang Mai und dem anschließenden Start der Vorbereitungen für das Turnier in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli).

"Chance verdient"

Löw berief insgesamt gleich 26 Spieler in den Kader für München, darunter erstmals Müller und Kroos.

"Beide haben sich in den vergangenen Monaten in der Bundesliga mit guten Leistungen in den Blickpunkt gespielt und deshalb eine Chance verdient", sagte Löw.

Auf den verletzten Bremer Torwart Tim Wiese muss er kurzfristig verzichten. In Rene Adler und Manuel Neuer hat der Bundestrainer deshalb nur zwei Keeper nominiert 199554(DIASHOW: Joachim Löws Karriere).

Hauen und Stechen im Mittelfeld

Im deutschen Mittelfeld ist der Kampf um die begehrten WM-Tickets am größten. 13 Spieler streiten sich für den Klassiker gegen die "Gauchos" um vier Plätze, gesetzt sind nur Kapitän Michael Ballack und Bastian Schweinsteiger.

"Wir haben uns bewusst dafür entschieden, einen größeren Kreis einzuladen. Es ist einfach wichtig in einem WM-Jahr, dass wir uns so oft wie möglich sehen und uns mit jedem Einzelnen ausführlich über seine aktuelle Situation unterhalten können", begründete Löw seine große Auswahl: "Deshalb werden neben dem gezielten Training viele Gespräche anstehen."

Hitzlsperger mit dabei

Reichlich Gesprächsbedarf gibt es insbesondere bei Wackelkandidat Thomas Hitzlsperger. Der 27 Jahre alte Ex-Stuttgarter ist seit Wochen außer Form und auch bei seinem neuen Klub Lazio Rom kein Stammspieler.

Neben Müller und Kroos besitzen aktuell Sami Khedira und trotz Formschwäche auch Mesut Özil gute Chancen. Im Angriff darf sich der Stuttgarter Cacau erneut bewähren.

Der 28-Jährige hatte in der vergangenen Woche mit vier Treffern in Köln und einem Tor in der Champions League gegen Barcelona auf sich aufmerksam gemacht. Auch Miroslav Klose, der beim FC Bayern derzeit nur Ersatz ist, und "Problemfall" Lukas Podolski genießen weiter das Vertrauen von Löw.

Podolski ist in der Liga schon seit 1300 Minuten ohne Torerfolg.

Rolfes und Westermann fehlen

Verzichten muss Löw gegen Argentinien auf den verletzten Simon Rolfes. Auch Schalkes Heiko Westermann, der am Freitagabend gegen Dortmund nach längerer Verletzungspause sein Comeback feiern sollte, wurde nicht berücksichtigt.

Im Gegensatz zum Leistungstest der DFB-Auswahl Ende Januar fehlen zudem neben Wiese und Rolfes auch Andreas Beck, Dennis Aogo, Robert Huth und Patrick Helmes. Weiterhin in Geduld müssen sich auch der Münchner Holger Badstuber und der Dortmunder Mats Hummels.

Für Löw ist das Länderspiel nach den Querelen der vergangenen Wochen um seine Zukunft "eine willkommene sportliche Herausforderung. Die Argentinier sind ein attraktiver und spielstarker Gegner, der uns sicherlich alles abverlangen wird."

Das deutsche Aufgebot für das Länderspiel gegen Argentinien in München:

Tor: Rene Adler (Bayer Leverkusen), Manuel Neuer (Schalke 04)

Abwehr: Jerome Boateng (Hamburger SV), Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin), Philipp Lahm (Bayern München), Per Mertesacker (Werder Bremen), Marcel Schäfer (VfL Wolfsburg), Serdar Tasci (VfB Stuttgart)

Mittelfeld: Michael Ballack (FC Chelsea), Christian Gentner (VfL Wolfsburg), Thomas Hitzlsperger (Lazio Rom), Aaron Hunt, Marko Marin, Mesut Özil (alle Werder Bremen), Marcell Jansen, Piotr Trochowski (beide Hamburger SV), Sami Khedira, Christian Träsch (beide VfB Stuttgart), Toni Kroos (Bayer Leverkusen), Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger (beide Bayern München)

Angriff: Cacau (VfB Stuttgart), Mario Gomez, Miroslav Klose (beide Bayern München), Stefan Kießling (Bayer Leverkusen), Lukas Podolski (1. FC Köln)

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