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Kapitän Michael Ballack hat bereits 97 Länderspiele für Deutschland absolviert © getty

Der Mannschaftsrat der DFB-Elf hat hohe Ziele für die Prämienverhandlung. Marcell Jansen muss beim Argentinien-Spiel passen.

München - Nur in zwei Trainingseinheiten haben die 25 deutschen WM-Kandidaten Gelegenheit, sich bei Bundestrainer Joachim Löw für den Länderspiel-Klassiker gegen Argentinien (Mi., ab 20.15 Uhr LIVE) zu empfehlen.

Diese finden ohne Marcell Jansen statt, der wegen einer Virusinfektion kurzfristig absagen musste.

Der Mannschaftsrat um Kapitän Michael Ballack plant zudem, in München Verhandlungen über die WM-Prämien zu führen.

Vorab wurde schon geklärt, dass die DFB-Kicker bei der WM in Südafrika erneut erst ab dem Erreichen des Viertelfinales eine Prämie erhalten.

"Grundsätzlich bin ich ein Freund der leistungsbezogenen Bezahlung. Ich gehe davon aus, dass wir uns wieder schnell und vernünftig einigen werden", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger.

Keine Prämie für das Achtelfinale

Auch Ballack und Co. hatten zuletzt schon befürwortet, dass das Überstehen der Vorrunde und der Einzug ins Achtelfinale noch nicht belohnt wird.

So hatte man es auch bei der WM vor vier Jahren gehalten, und auch bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz hatte der DFB erst mit dem Erreichen des Viertelfinales gegen Portugal seine Kasse öffnen müssen.

"So eine Regelung könnte ich mir auch für die WM vorstellen. Grundsätzlich müssen wir abwarten, was die FIFA den teilnehmenden Nationen zahlt. Auch davon sind unsere Prämien abhängig", sagte Zwanziger, der eine Kürzung der Prämien allerdings für ausgeschlossen hält.

Geldsegen bei WM-Triumph

Bei der WM 2006 hätte es für den Titel die Rekordsumme von 300.000 Euro gegeben, bei der EURO 2008 hätten die Nationalspieler für einen Finalsieg 250.000 Euro erhalten.

Ziel von Ballack und Co. ist es, für den Gewinn des vierten WM-Titels am Kap der Guten Hoffnung erneut eine Maximalprämie von 300.000 Euro auszuhandeln.

An den Verhandlungen ist Löw nicht beteiligt. Nach seinen geplatzten Vertragsgesprächen mit dem DFB vor rund einem Monat ist der Bundestrainer ohnehin bemüht, den Fokus wieder auf das Sportliche zu lenken.

Vorfreude "auf sportliche Herausforderung"

"Das letzte Länderspiel vor der Nominierung des WM-Kaders im Mai ist für unser Team eine willkommene sportliche Herausforderung", sagte Löw. 199554(DIASHOW: Joachim Löws Karriere)

Und er fügte hinzu: "Die Argentinier sind ein attraktiver und spielstarker Gegner, der uns sicherlich alles abverlangen wird."

Löw musste vor vier Jahren als Co-Trainer von Jürgen Klinsmann vor der WM das bittere 1:4 in Italien miterleben.

Dadurch war wenige Wochen vor dem WM-Start im eigenen Land noch einmal eine rege Diskussion um Klinsmanns Qualitäten angeschoben worden.

"Daran denke ich gar nicht", versicherte Löw, der aller Voraussicht nach zwei Neulingen gegen die von Diego Maradona trainierten "Gauchos" ins kalte Wasser werfen wird.

Kroos und Müller vor dem Debüt

Der Leverkusener Toni Kroos und Thomas Müller von Bayern München stehen vor ihrem Debüt.

"Sie haben zuletzt seht gut gespielt, deshalb haben sie eine Chance verdient", meinte Löw über die beiden Youngster.

Zudem fällt in der Münchner WM-Arena eine Vorentscheidung, wer die Nummer eins in Südafrika wird. Eigentlich hatte Löw vor, seine drei WM-Kandidaten Rene Adler, Manuel Neuer und Tim Wiese gegen Argentinien zu nominieren.

Keeper-Position umkämpft

Aufgrund der Verletzung von Wiese (Muskelfaseranriss) beließ es Löw aber bei zwei Keepern.

Wer im einzigen Test vor Beginn der WM-Vorbereitung (ab 14. Mai) im deutschen Tor beginnt, hat auch die besten Karten, beim WM-Auftakt gegen Australien am 13. Juni in Durban die Nummer eins zu sein.

Das deutsche Aufgebot für das Länderspiel gegen Argentinien:

Tor: Rene Adler (Bayer Leverkusen), Manuel Neuer (Schalke 04)

Abwehr: Jerome Boateng (Hamburger SV), Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin), Philipp Lahm (Bayern München), Per Mertesacker (Werder Bremen), Marcel Schäfer (VfL Wolfsburg), Serdar Tasci (VfB Stuttgart)

Mittelfeld: Michael Ballack (FC Chelsea), Christian Gentner (VfL Wolfsburg), Thomas Hitzlsperger (Lazio Rom), Aaron Hunt, Marko Marin, Mesut Özil (alle Werder Bremen), Piotr Trochowski (Hamburger SV), Sami Khedira, Christian Träsch (beide VfB Stuttgart), Toni Kroos (Bayer Leverkusen), Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger (beide Bayern München)

Angriff: Cacau (VfB Stuttgart), Mario Gomez, Miroslav Klose (beide Bayern München), Stefan Kießling (Bayer Leverkusen), Lukas Podolski (1. FC Köln)

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