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Wolfgan Niersbach wurde 2007 zum neuen DFB-Generalsekretär ernannt © getty

Bei der WM 2010 werden keine Rekord-Prämien wie vor vier Jahren is Aussicht gestellt. Geld soll es erst ab dem Viertelfinale geben.

München - Die Verhandlungen über die WM-Prämien zwischen der deutschen Nationalmannschaft und dem DFB stehen kurz vor dem Abschluss.

Das bestätigte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach einen Tag vor dem Länderspiel des Vizeeuropameisters gegen Argentinien (Mi., ab 20.15 Uhr LIVE) .

Am Montagabend hatte er für den Verband mit dem Spielerrat, dem Kapitän Michael Ballack, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Per Mertesacker, Arne Friedrich und Miroslav Klose angehören, erste Gespräche geführt. Mit am Tisch saß auch Teammanager Oliver Bierhoff.

Stark leistungsbezogene Prämien

"Wir haben gute Gespräche geführt, es war kein Pokern und keine harte Verhandlung. Es verlief alles sehr fair und entspannt", sagte Niersbach, der das Ergebnis aber noch nicht offiziell verkünden wollte.

Niersbach sagte, dass sich in den Gesprächen der "gute Charakter" der Nationalspieler wiedergespiegelt habe und es der Mannschaft in erster Linie um den Erfolg bei der WM-Endrunde in Südafrika gehe.

DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte bereits angekündigt, dass es für die 23 WM-Fahrer und den Trainerstab wie bei den vergangenen Turnieren stark leistungsbezogene Prämien geben soll.

Es wird erwartet, dass ebenso wie vier Jahre zuvor bei der Heim-WM in Deutschland erst ab dem Viertelfinale Prämien ausgeschüttet werden.

Geld erst ab Viertelfinale

Auch bei der EURO 2008 in der Schweiz und Österreich konnten die deutschen Nationalspieler erst ab dem Viertelfinale zusätzliches Geld verdienen.

"So eine Regelung könnte ich mir auch für die WM vorstellen", hatte Zwanziger erklärt.

Für einen EM-Titelgewinn 2008 hatte der DFB für jeden beteiligten Spieler 250.000 Euro ausgesetzt, nach dem 0:1 im Finale gegen Spanien kassierte jeder Akteur noch 150.000 Euro.

Die insgesamt 3,45 Millionen Euro waren die höchste Prämie, die der DFB jemals an seine Spieler ausgeschüttet hat.

2006 kein Maßstab

Für einen Titel bei der Heim-WM 2006 hätte jeder Spieler unter dem damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann sogar die Rekordsumme von 300.000 Euro erhalten.

Für die WM 2010 wird es wahrscheinlich etwas weniger geben, da die Einnahmen für den DFB wesentlich geringer sein werden.

Bei den Verhandlungen wurden laut Niersbach deshalb auch die Zahlungen berücksichtigt, die der Weltverband FIFA an die 32 teilnehmenden WM-Länder leistet.

Kein großer Gewinn

"Die FIFA schüttet für den Weltmeister eine Erfolgsprämie von umgerechnet 22,1 Millionen Euro aus. Das heißt, die WM-Teilnahme wird in keinem Fall einen großen wirtschaftlichen Gewinn bringen, weil für uns eben auch die Ausgabensituation sehr hoch ist", sagte der Generalsekretär.

Der DFB hat für die WM einschließlich der Prämien einen Sonderetat von 20 Millionen Euro aufgestellt.

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