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Im WM-Jahr 2010 gibt es nun Stress, weil sich Löw nicht mit DFB-Chef Theo Zwanziger auf die Verlängerung seines Vertrags einigen kann. Der Anfang vom Ende? Es hängt an der WM...
Dr. Theo Zwanziger (r.) wurde 2006 einstimmig zum Präsidenten gewählt © getty

Die Prämienverhandlungen zwischen dem DFB und der Mannschaft sind beendet. Theo Zwanziger lobt den "guten Charakter" der Spieler.

München - Nullrunde für den vierten Stern: Jeweils 250.000 Euro erhalten die deutschen Fußball-Nationalspieler im Falle des Titelgewinns bei der Weltmeisterschaft in Südafrika.

Für das Überstehen der Vorrunde würden Michael Ballack und Co. kein Geld bekommen. Die gleiche Prämienregelung hatte es bereits bei der EURO 2008 gegeben.

Darauf verständigte sich der Mannschaftsrat, dem neben Kapitän Ballack noch Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Per Mertesacker, Arne Friedrich und Miroslav Klose angehören, vor dem Länderspiel in München gegen Argentinien mit DFB-Präsident Theo Zwanziger und DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

Geld erst ab Viertelfinale

Für das Erreichen des Viertelfinales bei der WM sind 50.000 Euro für jeden Akteur des 23-köpfigen WM-Kaders ausgelobt.

Für den Einzug ins Halbfinale gäbe es 100.000 Euro, die Endspielteilnahme wäre 150.000 Euro wert. Das Trainerteam um Joachim Löw hat gesonderte Vereinbarungen mit dem DFB, der Bundestrainer soll aber in etwa die gleiche Prämie wie die Spieler erhalten.

Nur bei der Heim-WM 2006 hätten die DFB-Stars mehr verdienen können: Damals wären 300.000 Euro für den Titel fällig gewesen.

Spanien bietet 550.000 Euro

Europameister Spanien will seinen Stars im Erfolgsfall bei der WM 2010 sogar 550.000 Euro zahlen.

"In fairen und offenen Verhandlungen haben die Nationalspieler wie schon bei den vergangenen Turnieren wieder eine erfolgsabhängige und streng leistungsorientierte Prämienregelung akzeptiert. Wir haben damit ohne größere Diskussionen zügig eine Lösung gefunden, mit der alle Beteiligten zufrieden sind", sagte Zwanziger.

Niersbach sprach auch von "guten und fairen Gesprächen, es gab kein Pokern und keine harten Verhandlungen".

Spieler haben guten Charakter

Es habe sich der "gute Charakter" der Nationalspieler gezeigt, "für sie steht der sportliche Erfolg an oberster Stelle".

Für die erfolgreiche Qualifikation zur WM 2010 in Südafrika konnten die Spieler bereits maximal 200.000 Euro an Prämien, die nach Einsätzen gestaffelt war, verbuchen.

Bei den Verhandlungen für Südafrika wurden laut Niersbach die Zahlungen berücksichtigt, die der Weltverband FIFA an die 32 teilnehmenden WM-Länder leistet. "Die FIFA schüttet für den Weltmeister eine Erfolgsprämie von umgerechnet 22,1 Millionen Euro aus.

Team spendet für Robert-Enke-Stiftung

Das heißt, die WM-Teilnahme wird in keinem Fall einen großen wirtschaftlichen Gewinn bringen, weil für uns eben auch die Ausgabensituation sehr hoch ist", sagte der Generalsekretär.

Der DFB hat für die WM einschließlich der Prämien einen Sonderetat von 20 Millionen Euro aufgestellt.

Der Spielerrat sagte im Rahmen der Gespräche zu, dass sich das Team in diesem Jahr mit privaten Spenden am Aufbau der Robert-Enke-Stiftung beteiligt und darüber hinaus wie in den vergangenen Jahren weiterhin die "Aktion Kinderträume" finanziell unterstützt.

1250 Euro und ein Fernsehgerät

Bei den bisherigen drei WM-Titeln mussten sich Fritz Walter, Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus mit viel weniger begnügen.

Die Helden von Bern erhielten 1954 umgerechnet 1250 Euro plus ein Fernsehgerät. 1974 gab es 30.000 Euro plus ein Käfer Cabrio. 1990 waren 65.000 Euro ausgelobt.

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