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Bastian Schweinsteiger (l.) bekam es im defensiven Mittelfeld auch mit Messi zu tun © getty

Deutschland unterliegt Argentinien im Testspiel. Higuain gelingt der Siegtreffer. Der DFB-Crew fehlt es an Durchschlagskraft.

Vom DFB-Team berichtet Martin van de Flierdt

München - Die deutsche Nationalmannschaft hat einen Fehlstart ins WM-Jahr hingelegt.

Gegen clevere Argentinier zog die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw verdient mit 0:1 (0:1) den Kürzeren 209341(die Einzelkritik).

Gonzalo Higuain (44.) erzielte das Tor des Tages gegen eine deutsche Mannschaft, die uninspiriert wirkte und viele offene Fragen unbeantwortet ließ.

Die Debüts von Thomas Müller und Toni Kroos gerieten dabei zu Nebensächlichkeiten.

Vor 65.100 Zuschauern in der Münchner Allianz Arena hatte Löw mit Müller von Bayern München den 33. Debütanten seiner Amtszeit von Beginn an aufgeboten. Er agierte im rechten offensiven Mittelfeld.

Bastian Schweinsteiger rückte dafür in die Schaltzentrale neben Michael Ballack, dort übernahm er die halblinke Position. In der Innenverteidigung erhielt der Stuttgarter Serdar Tasci den Vorzug vor Arne Friedrich von Hertha BSC.

Hamburgs Jerome Boateng begann rechts in der Viererkette. Miroslav Klose gab den Einzelkämpfer in vorderster Linie vor einer Dreierreihe aus Mesut Özil, Lukas Podolski und Müller.

Warten auf die Lücke

Die deutsche Mannschaft tat sich gegen die disziplinierten Südamerikaner schwer, ins Spiel zu finden. Die Gäste ließen den Ball durch ihre Reihen laufen und warteten geduldig auf die Lücke in der deutschen Defensive.

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Da sich diese zunächst nicht auftat, entwickelte sich eine unspektakuläre Anfangsphase, deren einziger Höhepunkt eine spektakuläre Faustabwehr von Schlussmann Rene Adler gegen den heranstürmenden Juan Sebastian Veron darstellte (12.).

"Wir wollten kompakt stehen und den Argentiniern nicht ins offene Messer laufen. Wir haben zu wenig riskiert nach vorn, deshalb war es für die Zuschauer phasenweise ein langweiliges Spiel", meinte Ballack.

Erst nach 22 Minuten kam die deutsche Elf mit einem ansehnlichen Spielzug vor das argentinische Tor. Doch nach Doppelpass mit Podolski verzog Philipp Lahm den Abschluss.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit leistete sich die DFB-Defensive dann erste Konzentrationsschwächen, die die Gäste zu nutzen wussten 209341(die Einzelkritik).

Zunächst setzte Angel di Maria den Ball an die Latte, nachdem er Per Mertesacker und Tasci ausgespielt hatte (38.).

Als die deutsche Auswahl nach einem Schubser von Nicolas Otamendi an Klose vergeblich einen Elfmeter gefordert hatte (42.), ging die Albiceleste fast im Gegenzug in Führung.

Higuain eiskalt

Higuain nahm einen Steilpass aus der eigenen Hälfte auf. Der Angreifer von Real Madrid ließ 35 Meter vor dem deutschen Tor den aus dem Kasten geeilten Adler aussteigen und schob den Ball zum 0:1-Halbzeitstand ins leere Tor (44.).

Der deutsche Torwart gab dabei wie die weit aufgerückte Abwehrreihe keine gute Figur ab.

"Ich bin den berühmten Schritt zu spät gekommen. Ich war eine Zehntelsekunde zu langsam, und das wird auf diesem Niveau sofort bestaft", erklärte Adler selbstkritisch.

Löw brachte zur zweiten Hälfte Gomez für den bemühten, aber wirkungslosen Klose.

Die erste Chance hatten jedoch erneut die Gäste. Veron fing eine zu kurze Fußabwehr Adlers ab und überlobte den deutschen Schlussmann. Der Ball senkte sich aber erst hinter der Latte (50.).

Demichelis schwer verletzt

Auf der Gegenseite prallte Ballack bei einem Kopfballversuch mit Martin Demichelis zusammen. Der Argentinier in Münchner Diensten musste daraufhin mit einem Jochbeinbruch vom Feld (54.).

Löw wechselte kurz darauf mit dem Leverkusener Neuling Kroos und dem Stuttgarter Cacau zwei frische Offensivkräfte ein (67.). Cacaus Klubkamerad Sami Khedira löste dann Schweinsteiger in der Mittelfeldzentrale (76.).

Gleich im Anschluss spielte die DFB-Elf ihre erste echte Torchance heraus. Über die Stationen Podolski und Ballack kam der Ball zu Cacau, der den bis dato beschäftigungslosen Schlussmann Sergio Romero aus 22 Metern ernsthaft prüfte (77.). 209341(Diashow: die Einzelkritik)

Wenig später setzte Cacau den Ball aus 18 Metern über das Tor (83.).

Größere Gefahr drohte den Argentiniern, die durch einen Hackentrick von Nicolas Burdisso einen höheren Erfolg verpassten (86.) nicht mehr. Sie brachten den Vorsprung sicher über die Zeit.

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