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Tim Wiese (l.) und Manuel Neuer haben beide bislang zwei Länderspiele bestritten © getty

Nach den jüngsten Fehlern von Rene Adler sagen ihm die beiden Konkurrenten um die Nummer eins im deutschen Tor den Kampf an.

Frankfurt/Main - Nationaltorwart Rene Adler zeigt Nerven, Tim Wiese und Manuel Neuer schöpfen Hoffnung.

95 Tage vor der WM in Südafrika ist der Kampf um die Nummer eins im deutschen Tor wieder voll entbrannt.

"Fußball ist so schnelllebig - da kann bis zur WM noch so viel passieren", sagte der Bremer Schlussmann Wiese und kündigte Adler via "Bild" einen harten Kampf an:

"Ein Tim Wiese gibt niemals auf. Es sind ja noch ein paar Wochen. Und dann wollen wir doch mal sehen, wer gegen Australien im Tor steht."

Patzer gegen Argentinien

Adler scheint die Unterstützung von Bundestrainer Joachim Löw auf dem Weg nach Südafrika keine Sicherheit zu geben.

Nach seinem entscheidenden Patzer bei der 0:1-Niederlage im Länderspiel gegen Argentinien sah der 25-Jährige auch bei dem 2:3 der Leverkusener in Nürnberg nicht immer gut aus 209341(DIASHOW: die Einzelkritik).

Der Bayer-Keeper verpasste sich anschließend einen Maulkorb und flüchtete nach einer Woche zum Vergessen wortlos aus dem Stadion. Damit war die Bühne frei für die Rivalen Wiese und Neuer.

"Noch ist die WM nicht gespielt. Ich hake sie für mich nicht ab. Im Training werde ich angreifen", sagte Neuer dem "Tagesspiegel".

Unterstützt wurden die beiden Torhüter von Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs:

"Die Entscheidung ist kein Freifahrtschein für Adler. Ich kann mir vorstellen, dass sich Löw von den letzten Wochen der Vorbereitung und den Testspielen leiten lässt."

Wie bei Kahn und Lehmann?

Vor der WM 2006 in Deutschland hielt der monatelange Zweikampf zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann Fußball-Deutschland in Atem.

Trotz des kleinen Vorsprungs von Adler entwickelt sich in der Auswahl des DFB nun offensichtlich ein spannender Dreikampf um die Nummer 1.

Der Verhaltenskodex der Nationalspieler wird dabei in den kommenden Wochen gewiss noch auf die Probe gestellt, auch wenn Bundestorwarttrainer Andreas Köpke betont:

"Man sollte solche Äußerungen nicht überbewerten. Ist doch klar, dass jeder versucht, sich bis zur WM in den Vordergrund zu bringen. Rene hat es selbst in der Hand."

Zusätzliche Brisanz durch den Titelkampf

Besondere Brisanz birgt im Kampf um die Nummer 1 auch die Konstellation an der Tabellenspitze.

Hinter Rekordmeister Bayern München sind Schalke 04 mit Neuer und Bayer Leverkusen mit Adler die härtesten Titelkonkurrenten.

Dabei dürften auf beide noch spielentscheidende Situationen zukommen, die dann wieder für reichlich Gesprächsstoff sorgen werden.

Dementsprechend süffisant kommentierte Schalke-Coach Felix Magath, der Neuer für den besten deutschen Keeper hält, die anstehenden Bundesliga-Wochen für Adler:

"Wie der deutsche Nummer-eins-Torwart damit lebt, werden wir sehen."

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