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Robert Enke stand in der WM-Quali in Liechtenstein (6:0) und Finnland (3:3) im Tor © getty

Robert Enke hatte, auch durch die Verletzung eines Konkurrenten, die Nummer eins übernommen. Nun hat ihn das Verletzungspech erwischt.

Düsseldorf - Schlechte Nachricht für Bundestrainer Joachim Löw:

Die deutsche Nationalmannschaft muss am Samstag im WM-Qualifikationsspiel in Dortmund gegen Russland auf ihre derzeitige Nummer eins Robert Enke verzichten.

Längere Pause

Der 31-Jährige hat sich am Mittwochnachmittag im Geheimtraining nach Angaben des DFB einen Bruch des Kahnbeins zugezogen und wird somit der DFB-Auswahl und seinem Verein wochenlang fehlen.

Handspezialist am Zug

Der Schlussmann reiste bereits am Donnerstag zu einem Handspezialisten, der entscheiden soll, ob die Verletzung konservativ behandelt oder operiert wird.

Besonders bitter: Enke war nach dem Rücktritt von Jens Lehmann gerade auf dem Sprung zum Stammtorhüter im Hinblick auf die WM 2010.

"Es tut uns wahnsinnig leid"

Teammanager Oliver Bierhoff fühlte mit Enke. "Leider Gottes hat es sich gezeigt, dass die Verletzung doch ein bisschen schwerwiegender ist. Es tut uns wahnsinnig leid für Robert Enke."

Hannovers Trainer Dieter Hecking sagte in einer ersten Stellungsnahme: "Das ist ein harter Schlag für Robert und für 96."

Klar sei, dass der Kapitän den 96ern "sehr fehlen" werde.

Nationalteamkollege Mitspieler Torsten Frings reagierte so auf die Verletzung seines Keepers: "Das ist ein Schock"

Adler gilt als Favorit

Damit muss Bundestrainer Löw gegen die Russen einen Debütanten ins Tor stellen: Sowohl Rene Adler als auch Tim Wiese haben noch keinen Länderspiel-Einsatz aufzuweisen.

Als Favorit für den Posten gilt der 23 Jahre alte Leverkusener Adler, der nach der EM ohnehin schon als zukünftige Nummer eins gehandelt worden war.

"Schnell zur Form zurückgefunden"

Eine Schulterverletzung hatte Adler aber zunächst zurückgeworfen, weshalb Enke in den drei Spielen der Nationalelf nach der Europameisterschaft die Nummer eins war.

"Rene Adler hat nach seiner Verletzung schnell wieder zu seiner Form zurückgefunden", erklärte Löw im Interview mit Sport1.de .

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