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Manuel Neuer absolvierte gegen Frankreich sein 12. Länderspiel © getty

Gegen Frankreich kommt die deutsche U 21 nicht über ein Remis hinaus. Rückkehrer Neuer greift ins Leere. Einer fällt für das Rückspiel aus.

Magdeburg - Die deutsche U-21-Nationalmannschaft muss nach einem Fehlgriff von Torwart Manuel Neuer um die Teilnahme an der EM 2009 in Schweden zittern.

Das Team von Trainer Dieter Eilts kam nach einem Patzer des 22 Jahre alten Schalke-Keepers im ersten Playoff-Duell gegen Frankreich in Magdeburg nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und steht im Rückspiel am Mittwoch in Metz mit dem Rücken zur Wand.

Stürmer Ashkan Dejagah (15.) vom VfL Wolfsburg hatte die DFB-Junioren in Führung gebracht. Doch nach dem krassen Fehler von Neuer, der sich bei einem Eckball verschätzte, konnte Younes Kaboul (23.) für die Franzosen ausgleichen.

Nur bei einem Sieg im Rückspiel könnte das gleiche Schicksal wie vor zwei Jahren, als Deutschland in den Ausscheidungsspielen zur Euro 2007 gegen England scheiterte, sicher vermieden werden.

Dejagah trifft zur Führung

Eilts musste vor 12.550 Zuschauern im Stadion Magdeburg wegen Verletzungen auf ein halbes Dutzend Kandidaten für die Startformation verzichten.

Dafür kehrten Neuer drei Monate nach seinem Mittelfußbruch und der Mönchengladbacher Marko Marin, den Bundestrainer Joachim Löw extra für die wichtigen U21-Partien vom A-Team freistellte, zurück.

Die DFB-Elf begann engagiert und ging verdient durch den beweglichen Dejagah in Führung. Nachdem Aaron Hunt (10.) und Sami Khedira (13.) das französische Gehäuse noch knapp verpassten, versenkte der Wolfsburger den Ball aus 18 Metern mit einem platzierten Linksschuss ins lange Eck.

Neuer patzt

Nur acht Minuten später war es ausgerechnet Rückkehrer Neuer, der mit seinem Fauxpas den Franzosen zum bis dahin glücklichen Ausgleich verhalf.

Der Schalke-Schlussmann verschätzte sich bei einer Gäste-Ecke total und griff ins Leere, sodass Kaboul unbedrängt einköpfen konnte. Anschließend war der anfängliche Offensivgeist der Gastgeber verflogen und die U21-Auswahl der Equipe Tricolore besaß mehr Spielanteile.

Auch nach dem Seitenwechsel wirkte das Eilts-Team mutlos. Die meist harmlosen Angriffsversuche wurden zu ungenau vorgetragen, und Torchancen blieben Mangelware.

Beste deutsche Spieler waren Torschütze Dejagah und der bemühte Khedira.

Khedira fällt aus

Der Stuttgarter wird im Play-off-Rückspiel am Mittwoch in Metz fehlen. Er erlitt in der 89. Minute bei einem Zweikampf eine Sprunggelenkverletzung.

Khedira verließ bereits am Samstagvormittag das Teamquartier in Magdeburg und wird sich in den kommenden Tagen in Stuttgart weiteren Untersuchungen unterziehen.

DFB-Trainer Dieter Eilts verzichtete auf eine Nachnominierung und zog mit seiner Mannschaft derweil am Samstagmittag nach Saarbrücken um.

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