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Nach 52 Länderspielen ist für Kevin Kuranyi Schluss in der Nationalelf © getty

Kuranyis Flucht aus dem DFB-Team wird bei den Sport1-Usern heiß diskutiert. Viele werfen ihm Charakterlosigkeit vor.

Zusammengestellt von Andreas Kloo

München - Der 2:1-Sieg des DFB-Teams rückte schnell in den Hintergrund, als die Nachricht von Kevin Kuranyis Flucht von der Nationalmannschaft die Runde machte.

Auch unter den Sport1-Usern entwickelte sich eine Diskussion um die eigenmächtige Aktion des Schalker Stürmers.

Einige äußern Verständnis, andere kritisieren die Art und Weise, wie Kuranyi plötzlich untertauchte. Viele bringen aber auch klar zum Ausdruck, dass sie den 26-Jährigen nicht sonderlich vermissen werden.

Auch in einer aktuellen Umfrage von Sport1.de kommt Kevin Kuranyi nicht gut weg. Auf die Frage "Was halten Sie von Kuranyis Abgang?" antworten 63 Prozent mit "Voll daneben". Nur 22 Prozent zeigen Verständnis für den 52-fachen Nationalspieler (Stand: Sonntag, 21 Uhr, 32704 Stimmen).

Dank an den Fußballgott

"Danke Kuranyi, du bescherst uns einen goldenen Herbstsonntag. Jetzt werden wir Weltmeister! " freut sich beispielsweise "Marcus".

"EEEEENDLICH !! Der Fußballgott hat mich erhört", jubelt User "ich".

Nach Meinung Vieler hat Kuranyi mit der Nacht- und Nebelaktion vor allem große charakterliche Schwächen offenbart.

"Wie ein kleiner Junge im Sandkasten"

"Ich kann auch nicht meine Arbeit einfach verlassen, weil ich mit einer Endscheidung meines Chefs nicht einverstanden bin", stellt "duda" einen sinnvollen Vergleich an.

"Elupos" Kritik ist noch eine Spur härter: "Das ist Kindergartenniveau, was der Kuranyi da abzieht. Wie ein kleiner Junge denen man seine Sandförmchen oder Buddelschippe im Sandkasten weggenommen hat."

"Werty" fühlt sich an Kuranyis Aktion in Porto im März erinnert: "Als Nationalspieler sollte man ja auch so etwas wie Charakter besitzen und nach der Aktion von KK im Achtelfinale der CL, als er seinen eigenen Trainer vor halb Europa demütigte (Handschlag verweigert) kann man sich über eine DFB-Auswahl ohne KK nur freuen."

"Löw misst mit zweierlei Maß"

Christian S. dagegen kann Kuranyis Reaktion nachvollziehen:

"Wenn es denn tatsächlich so ist, dass KK zurückgetreten ist, ist das nur die logische Konsequenz nach den Schikanen, die er im DFB-Dress immer wieder über sich ergehen lassen musste. Erst die Nichtnominierung 2006. Dann schießt er Deutschland beim 2:1 in Tschechien praktisch zur EM und zum Dank spielt bei der EM mit Gomez ein Spieler, der in allen Spielen überhaupt nichts zustande gebracht hat."

Einige, allem Anschein nach Schalke-Fans, vermuten sogar eine systematische Benachteiligung der S04-Spieler:

"Als Spieler von Schalke 04 fehlt ihm die Lobby beim DFB. Er ist da nicht der Erste. Dazu die ständige Demütigung durch Herrn Löw, der mit zweierlei Maß misst. Klose macht 20 schwache bis katastrophale Länderspiele, trifft dreimal gegen Finnland und das ist für Herrn Löw der Durchbruch. Wer beim Trainer trotz solcher Konkurrenz keine Chance bekommt, der muss zurücktreten, um seine Würde zu wahren.", schreibt beispielsweise "ChrisM".

In der Tat saß auch Kuranyis Klubkamerad Jermaine Jones nur auf der Tribüne. Mit Verteidiger Heiko Westermann stand aber auch ein Schalker in der Startelf.

Nachfolger für Nutella-Spot gesucht

"Sker" dagegen stellt eine eigene Theorie über die abendlichen Geschehnisse auf:

"Vielleicht hat er als Schalker die Demütigung nicht ertragen, auf einer BVB -Tribüne sitzen zu müssen."

Stellvertretend für viele stellt "Rene" die nun alles entscheidende Frage:

"Wer soll jetzt seine Rolle in den Nutella Spots übernehmen?"

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