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Keeper Rebe Adler (l.) feierte gegen Russland sein Länderspieldebüt © getty

Löw war nach dem knappen 2:1 "froh über den Abpfiff". Sport1.de zieht ein positives Fazit und fasst die Lehren des 2:1 zusammen.

Vom DFB-Team berichten Martin Volkmar und Jan Große-Geldermann

Dortmund - Am Ende hielten über 60.000 deutsche Fans im Dortmunder WM-Stadion kollektiv den Atem an.

Angriff um Angriff rollte auf das Tor der DFB-Auswahl, die Russen drängten mit aller Macht auf den Ausgleich.

Doch mit Geschick und Glück, vor allem bei Andrej Arschawins Pfostenschuss (88.), wurde der wichtige Sieg in der WM-Qualifikation über die Zeit gerettet.

"Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Es war bis zur letzten Sekunde spannend", meinte Philipp Lahm.

Löw: "Ich war froh über den Abpfiff"

Und Joachim Löw gab zu: "Die Russen waren dem Ausgleich näher als wir dem 3:1. Deshalb war ich froh über den Abpfiff."

Schließlich wäre ein Unentschieden nach der Gala in der ersten Halbzeit noch ein äußerst schmerzlicher Rückschlag gewesen.

Doch trotz der Probleme nach der Pause blieb unterm Strich ein positives Fazit der Begegnungen gegen den EM-Halbfinalisten.

Sport1.de hat die Lehren des Spiels zusammengefasst.

Offensiver One-Touch-Football

Immer wieder zeigten die Gastgeber schnelles Kombinationsspiel auf höchstem Niveau, das an die besten Spiele unter Löw gegen Tschechien im März 2007 (2:1) und bei der EM gegen Portugal (3:2) erinnerte.

"Für unser Spiel ist es enorm wichtig, dass man nicht nur eine Anspielstation hat, sondern zwei oder drei", erklärte Miroslav Klose.

"Wenn jeder ohne Ball in Bewegung ist, haben es alle leichter. Dann funktioniert auch das Kombinationsspiel. Wir haben uns zwei, dreimal mit einem Ballkontakt durchgespielt."

Das Fazit des WM-Torschützenkönigs: "So stellen wir uns Fußball vor. Aber auch über 90 Minuten, deshalb müssen wir noch konstanter werden."

Die Abwehr kann es

Schon während der EM und spätestens nach dem 3:3 in Finnland hatte es harte Kritik an der deutschen Defensive gegeben. Diesmal lief es besser.

"Besonders froh bin ich über die Abwehrleistung. Wir haben viel daran gearbeitet und den Erfolg hat man schon gesehen", meinte Löw daher.

Allerdings kam die Viererkette nach guter erster Hälfte vor allem in der Schlussphase mehrfach ins Schwimmen, wenn die Russen schnell kombinierten.

"Es gibt sicher Ansätze zur Verbesserung. In der zweiten Hälfte waren wir nicht mehr so stabil", gab auch Per Mertesacker nach seinem 50. Länderspiel zu.

"Aber in der ersten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir es können."

Adler auf dem Weg zur Nummer 1

Trainer und Mitspieler überboten sich mit Lob für den Debütanten aus Leverkusen.

"Er hat eine unglaubliche Ruhe, Souveränität und eine richtige Gelassenheit ausgestrahlt", sagte Löw. "Man hatte nie das Gefühl, dass er von Nervosität angesteckt wird und seine Konzentration verliert."

Zwar war dem 23-Jährigen die Anspannung in der zweiten Hälfte anzusehen, aber er bestand die Feuertaufe fehlerlos, auch wenn er beim 1:2 durch Arschawin etwas unglücklich aussah.

"Ich bin überglücklich und habe jede Sekunde in diesem Fußball-Tempel genossen, sagte Adler danach. Zumal er sich nachhaltig als neuer Stammtorwart in Position brachte.

Hier geht es weiter zum zweiten Teil

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