vergrößernverkleinern
Michael Ballack (r.) hat 88 Länderspiele im DFB-Trikot absolviert © getty

Im zweiten Teil analysiert Sport1.de nach dem Sieg gegen Russland das Mittelfeld um Kapitän Ballack, den Sturm und die Problembereiche.

Vom DFB-Team berichten Martin Volkmar und Jan Große-Geldermann

Dortmund - Zwei Gesichter zeigte die deutsche Nationalmannschaft in Dortmund beim 2:1 Sieg im WM-Qualifikationsspiel gegen Russland. Der Gala in der ersten 45 Minuten folgte eine dramatische zweite Hälfte im WM-Qualifikationsspiel.

Sport1.de zieht trotz der Probleme ein positives Fazit.

Keine Rolle mehr spielt Kevin Kuranyi, der sich unrühmlich aus dem DFB-Team verabschiedet hat.

Qual der Wahl im Mittelfeld

An Kapitän Michael Ballack, der bei seiner Rückkehr nach Verletzungspause das 2:0 erzielte, und dessen Vorlagengeber Bastian Schweinsteiger geht derzeit kein Weg im Nationalteam vorbei.

Auch der quirlige Piotr Trochowski, der sein bestes Länderspiel zeigte, hat sich erstmal einen Bonus erspielt.

Doch dahinter scharren die Nachrücker mit den Hufen.

Besonders deutlich wurde das bei der Besetzung im defensiven Mittelfeld, wo Thomas Hitzlsperger überraschend den Vorzug vor Routinier Torsten Frings und Simon Rolfes erhielt.

"Ich hätte auch die anderen beiden auf dieser Position ohne Probleme bringen können. Alle drei haben in dieser Woche wirklich gut trainiert, sich richtig ins Zeug gelegt", erklärte Löw.

Podolski im DFB-Team eine Bank

Anfang September bei der Nationalmannschaft hatte "Poldi" geglänzt, dann tauchte er nach der Rückkehr zum FC Bayern wieder ab.

Diesmal war es ähnlich: Gegen Russland war der 23-Jährige von Beginn an brandgefährlich und erzielte fast zwangsläufig die Führung. Mit seinem 31. Länderspieltreffer steht er kurz vor dem Einzug in die Top-Ten der besten DFB-Torjäger aller Zeiten.

"Hier spiele ich von Beginn an, hier habe ich das Vertrauen", erklärte Podolski seine Nationalmannschafts-Form. "Der Trainer hat mir wieder die Chance gegeben, und das habe ich mit einem guten Spiel zurückgezahlt."

Probleme bei Rückschlägen

Nach dem 1:2 wirkte die deutsche Elf spürbar verunsichert und ließ sich teilweise viel zu weit in die eigene Hälfte drängen. Und hätte Pawel Pogrebnijak nach vier Minuten freistehend die russische Führung erzielt, wäre die Partie vielleicht ganz anders ausgegangen.

Bei der WM 2006 musste das deutsche Team bis zum Halbfinale nie einem Rückstand hinterherlaufen, bei der EM gab es nach den Rückständen gegen Kroatien und Spanien prompt Niederlagen.

"Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht so konstant gespielt. Wenn man hinten Bälle verliert, wird es gegen die Russen gefährlich", analysierte Löw.

Gegen Wales am Mittwoch in Mönchengladbach soll das besser werden: "Der Sieg gegen Russland war sehr wichtig für uns, aber wir müssen jetzt nachlegen."

Hier geht es zurück zum ersten Teil!

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel