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In seiner Karriere hat Michael Ballack immer wieder mit Problemen an der Wade zu kämpfen © imago

Kapitän Michael Ballack muss wegen einer Verletzung das Training sausen lassen. Sein Einsatz gegen Wales ist gefährdet.

Vom DFB-Team berichtet Martin van de Flierdt

Düsseldorf - Der Eklat um Kevin Kuranyi und seine Nachwirkungen sind noch nicht aus den Schlagzeilen verschwunden, da droht der deutschen Nationalmannschaft eine weitere, wohl deutlich schwerer wiegende personelle Schwächung.

Kapitän Michael Ballack hat im Spiel gegen Russland (2:1) einen Schlag auf die rechte Wade einstecken müssen.

Daher fehlte der 32-Jährige beim Training am späten Montagnachmittag und droht auch für das WM-Qualifikationsspiel gegen Wales am kommenden Mittwoch (ab 20.15 Uhr LIVE) auszufallen.

Während seine Teamgefährten in der Düsseldorfer LTU arena gegen den Ball traten, ließ sich Ballack im Mannschaftshotel von Physiotherapeut Klaus Eder behandeln.

DFB-Arzt hält sich zurück

Eine Prognose, ob der Chelsea-Profi in Mönchengladbach gegen die Briten dabei sein kann, wollte DFB-Arzt Josef Schmitt noch nicht abgeben.

Die rechte Wade hatte Ballack schon vor dem verlorenen EM-Finale gegen Spanien (0:1) ärgere Probleme bereitet.

Bei der WM 2006 hatte er wegen einer Wadenverhärtung gar das Auftaktspiel gegen Costa Rica (4:2) verpasst.

Anderer Wechsel als geplant?

Bundestrainer Joachim Löw hatte zwar mittags bei der Pressekonferenz "den einen oder anderen Wechsel" in seiner Startformation "nicht völlig ausschließen" wollen.

Auf Ballack, der am Samstag nicht zuletzt dank seines Treffers zum zwischenzeitlichen 2:0 einen überzeugenden Einstand in die Länderspielsaison feierte, hatte er das aber nicht bezogen.

Vielmehr hatte er den zuletzt auf die Bank versetzten Torsten Frings im Sinn, als er meinte, er "lasse die Besetzung noch offen".

Alternativen Frings und Rolfes

Der Bremer darf sich nun wie Leverkusens Simon Rolfes Hoffnungen machen, den Platz neben Thomas Hitzlsperger im defensiven Mittelfeld einzunehmen.

"Wir müssen uns weiterentwickeln", hatte Ballack nach dem Erfolg gegen die starken Russen gesagt.

"Und bis 2010 wollen wir natürlich noch mal einen Schritt nach vorne machen, um bei der WM dann auf einem höheren Niveau zu sein als im Sommer bei der EM."

Der anstehende Entwicklungsabschnitt könnte nun erneut ohne den gerade erst zurückgekehrten Kapitän vonstatten gehen.

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