vergrößernverkleinern
Der ehemalige Brermer-Profi Dieter Eilts trainiert seit 2004 Deutschlands U21-Team © getty

Alles oder nichts: Für Trainer Dieter Eilts ist die EM-Qualifikationspartie gegen Frankreich auch ein persönlicher Test.

Von Tobias Schneider

München/Saarbrücken - Für die deutsche U21-Nationalmannschaft geht es um ein Ticket zur Europameisterschaft nach Schweden.

Nach dem 1:1 im Hinspiel muss die DFB-Auswahl im Playoff-Rückspiel gegen Frankreich am Mittwoch in Metz (19 Uhr LIVESCORES und im DSF) sich kräftig steigern.

Dieter Eilts traut seinem Team das zu. Eine Einsatzgarantie für Bayern-Jungstar Toni Kroos gibt der Europameister von 1996 indes nicht.

Für den Trainer geht es wohl auch um seinen eigenen Posten.

Im Gespräch mit Sport1.de erklärt er, wie seine Mannschaft die Franzosen aus dem Wettbewerb werfen soll.

Sport1.de: Manuel Neuer war der Unglücksrabe beim Hinspiel, verschuldete den Ausgleichstreffer. Hat er diesen Patzer schon überwunden?

Dieter Eilts: Ja, natürlich. Manuel hat ganz normal weitertrainiert. Er ist von seiner Persönlichkeit her stark genug, eine derartige Situation zu meistern, den Fehler abzuhaken und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Sport1.de: Wie schwierig wird es am Mittwoch werden?

Eilts: Sehr schwierig. Dies hat uns bereits das Hinspiel gelehrt. Wir werden aber auch in Metz unsere Chancen bekommen. Im Hinspiel haben wir in den ersten 25 Minuten bewiesen, wie wir spielen müssen und haben auch gezeigt, dass wir Frankreich beherrschen können.

Sport1.de: Wo sind die Franzosen verwundbar?

Eilts: Wir müssen schnell agieren, mit ein, zwei Kontakten in die Spitze spielen. Wichtig ist, dass wir defensiv kompakt stehen. Dann sind die Franzosen verwundbar.

Sport1.de: Toni Kroos wurde im Hinspiel erst in der 61. Minute eingewechselt. Welche Rolle in den Planungen spielt er beim entscheidenden Rückspiel?

Eilts: Das müssen wir noch abwarten. Es stehen 18 Spieler zur Verfügung. Jeder muss sich im Training anbieten. Dort muss sich jeder zeigen und aufdrängen. Anhand dessen werde ich dann entscheiden, wer von Beginn an aufläuft. Auch wer den verletzten Sami Khedira ersetzt, ist jetzt noch nicht entschieden.

Sport1.de DFB-Sportdirektor Matthias Sammer forderte von allen Jugendmannschaften mehr Biss und Einsatzbereitschaft. Wie viel hat ihre Mannschaft davon schon umgesetzt?

Eilts: Die Mannschaft hat enormen Biss. Wir haben beim Hinspiel in Magdeburg aggressiv begonnen, uns nach dem Gegentor aber etwas den Schneid abkaufen lassen. Das darf uns in Frankreich natürlich nicht mehr passieren, über die gesamte Distanz müssen wir voll dagegen halten.

Sport1.de: Die Ergebnisse der U21 waren in den vergangenen Jahren nicht immer wunschgemäß. Die EM 2007 und die damit verbundene Olympia-Qualifikation wurden verpasst. Spüren Sie noch genug Rückhalt seitens des DFB?

Eilts: Das liegt in den Händen der DFB-Verantwortlichen, wie im Falle einer eventuellen Niederlage entschieden wird. Mein Vertrag läuft noch bis 30. Juni nächsten Jahres. Anschließend wird man sehen, was passiert.

Sport1.de: Sollte gegen Frankreich der "worst case" eintreten, die Nicht-Qualifikation für die EM-Endrunde. Bleiben Sie dann Trainer?

Eilts: Das kann ich Ihnen nicht beantworten. Von meiner Seite aus natürlich ja, letztendlich entscheiden dies aber andere Personen.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel