vergrößernverkleinern
Rene Adler zog sich schon im Mai 2006 einen Haarriss in der Rippe zu © getty

Nur zwei Wochen nach seinem Bruch gibt Leverkusens Keeper ein starkes Comeback. Ein Hilfsmittel erleichtert Adler die Arbeit.

Leverkusen - Rene Adler fliegt wieder in der Bundesliga und beseitigt damit letzte Zweifel an seiner Einsatzbereitschaft für die WM 2010 in Südafrika.

"Wenn ich spiele, dann spielt die Rippe keine Rolle. Ich wollte dazu beitragen, dass die Mannschaft das Spiel gewinnt", sagte die 25 Jahre alte Nummer eins der deutschen Nationalmannschaft, die beim 1:1 gegen Absteiger Hertha BSC Berlin sein Comeback im Bayer-Tor gab.

Adler hatte beim 1:2 gegen den VfB Stuttgart am 17. April eine Rippenfraktur erlitten und musste vor Wochenfrist gegen Hannover 96 (3:0) pausieren.

Adler spielt mit Schutzanzug

Adler trug gegen Berlin einen Rippen-Panzer - der gepolsterte Oberkörperschutz sollte dem Bayer-Keeper die nötige Sicherheit im Meisterschaftsspiel geben.

Der von Ausrüster adidas für den Brustschutz zuständige John Fröhlich hatte in der "Bild" den Protektor, der unter dem Trikot getragen wird, erklärt: "Es ist ein sogenannter Olympic-Suit, ein Anzug, wie ihn Sprinter tragen."

Und weiter: "Das Schulterblatt ist extra gepolstert, dazu beide Rippenpartien. Damit die verletzte Stelle bei einem Aufprall auch geschützt ist."

Adler ein gebranntes Kind

Hergestellt ist der Brust aus Dämpfungsschaum. Die Sonderanfertigung für Adler ist keine Alltäglichkeit.

"Wir hatten seinen Oberkörper vermessen und danach den Anzug angefertigt", so Fröhlich. "Wir hoffen, dass es für ihn eine gute Hilfe ist, um in der Bundesliga und auch bei der WM erfolgreich spielen zu können."

Adler hatte schon einmal einen komplizierten Rippenbruch erlitten. Der hatte 2006 sogar die Fortsetzung seiner Karriere infrage gestellt.

Titanplatte mit vier Schrauben

Damals musste eine Titanplatte mit vier Schrauben eingesetzt werden.

Dieses Mal hat der Bayer-Schlussmann weitaus weniger Probleme, konnte Anfang der Woche wieder ins Training einsteigen.

Vorher hatte auch Nationalmannschaftsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt grünes Licht gegeben.

WM ist nicht in Gefahr

Die Teilnahme an der ersten WM-Endrunde auf dem schwarzen Kontinent (11. Juni bis 11. Juli) dürfte damit für Adler nicht mehr in Gefahr sein.

Erst Anfang März vor dem Länderspiel gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien (0:1) hatte sich Bundestrainer Joachim Löw für Adler als Nummer eins entschieden.

Der Leverkusener bekam damit auch den Vorzug gegenüber Manuel Neuer (Schalke 04) und Tim Wiese (Werder Bremen), den anderen WM-Kandidaten für das Tor.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel