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Manuel Neuer machte beim 1:1 im Hinspiel den entscheidenden Fehler © getty

Die DFB-Junioren haben sich das Schweden-Ticket in letzter Minute gesichert. Zum Held des Abends avancierte Keeper Neuer.

Metz - Der Schalker Benedikt Höwedes hat den deutschen Nachwuchskickern den Traum von der EM-Teilnahme doch noch erfüllt und damit wohl auch den Arbeitsplatz seines Trainers Dieter Eilts gerettet.

Nach dem 1:1 im Hinspiel setzte sich die U-21-Nationalmannschaft durch ein Tor des Innenverteidigers in der 90. Minute mit 1:0 (0:0) im Playoff-Rückspiel in Frankreich durch und sicherte sich damit das Ticket für die Endrunde 2009 in Schweden.

Durch die EM-Qualifikation, die das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vor zwei Jahren verpasst hatte, dürften die zuletzt aufgekommenen Diskussionen um Eilts verstummen.

Große Probleme

Höwedes traf nach einer Flanke von Mesut Özil im Nachschuss. Zuvor hatte sein Schalker Vereinskollege Manuel Neuer im Tor mit mehreren Glanzparaden einen Rückstand verhindert.

"Das war ein unglaubliches Spiel von Manu. Er hat fantastisch gehalten und genau die richtige Antwort gegeben", lobte Eilts nach der Partie.

Neuer seinerseits freute sich über das späte Tor: "Es war symptomatisch für uns, es war keine klare Aktion. Wir haben alle unsere Arbeit gemacht und sind zu Recht in Schweden dabei. Jetzt werden wir uns feiern."

Schlechter Start

Vor 16.000 Zuschauern im Stade Saint-Symphorien, darunter DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, erwischte die deutsche Mannschaft einen schlechten Start.

Vor allem in der Defensive hatte die Elf von Eilts, der auf die verletzten A-Nationalspieler Sami Khedira (Sprunggelenk) und Marko Marin (Wade) verzichten musste, große Probleme.

Eilts zeigte sich allerdings von der Ausdauer seiner Mannschaft beeindruckt. "Ich muss ihr ein Riesenkompliment aussprechen, wie sie gekämpft und bis zuletzt daran geglaubt hat", sagte er.

Neuer starker Rückhalt

Die Equipe Tricolore verbuchte durch Loic Remy (5., 17.) und Jeremy Menez (8.) drei hochkarätige Chancen. Die Gäste hatten es Torwart Neuer zu verdanken, dass sie nicht in früh in Rückstand lagen.

Doch auch im Anschluss an die Anfangsoffensive dominierten die Gastgeber weiter die Partie.

Die Mannschaft von Eilts, der seine Startformation im Vergleich zum Hinspiel auf drei Positionen verändert hatte, leistete sich zu viele Fehler im Spielaufbau. Dazu kamen offensichtliche Nachteile in der Schnelligkeit gegenüber den bissiger wirkenden Franzosen.

Benalouane trifft die Latte

Dabei hatte der seit 2004 im Amt befindliche Eilts, dessen Vertrag nach der EM-Endrunde vom 15. bis 29. Juni ausläuft und der von der DFB-Chefetage U20-Trainer Horst Hrubesch für die Ausscheidungsspiele an die Seite gestellt bekam, vor dem Anpfiff eine leidenschaftliche Vorstellung seiner Schützlinge gefordert.

Von der Umsetzung der Trainer-Vorgabe waren die Deutschen in der ersten Hälfte allerdings weit entfernt. Erst in der 32. Minute erarbeitenen sich die Gäste ihre erste Möglichkeit, die Ashkan Dejagah vom VfL Wolfsburg vergab.

Nur drei Minuten später waren die Franzosen der Führung wieder sehr nahe, der eingewechselte Yohan Benalouane traf aber nur die Latte.

Kroos-Einwechslung ohne Wirkung

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Deutschen ein wenig. Bis zur ersten echten Gelegenheit durch Dejagah verging aber wieder eine knappe Viertelstunde (58.). Obwohl sich das Eilts-Team eine optische Überlegenheit erarbeitete, fehlte es weiterhin an der Durchschlagskraft.

In der 70. Minute versuchte Eilts, das lahmende Offensivspiel durch die Einwechslung von Jungstar Toni Kroos von Rekordmeister Bayern München zu beleben.

Die Maßnahme blieb aber zunächst ohne Erfolg.

Neuer bester Mann

Vielmehr verhinderte Neuer mit drei Paraden in der Schlussphase eine Führung der Franzosen.

Beste Spieler auf Seiten der deutschen Mannschaft waren Neuer und der bemühte Dejagah.

Bei den Franzosen überzeugten vor allem der überragende Kapitän Yohan Cabaye und Menez.

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