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Rene Adler spielte in seinem zweiten Länderspiel erstmals zu Null © getty

Rene Adler spielt erstmals zu Null, Piotr Trochowski erzielt seinen ersten Treffer. Bastian Schweinsteiger überzeugt. Die Einzelkritik.

Mönchengladbach - Die deutsche Nationalmannschaft erarbeitet sich den 1:0-Sieg gegen eine defensiv tiefstehende walisische Mannschaft.

Während der sonst so durchschlagskräftige Sturm nicht punkten kann, lässt vor allem das Mittelfeld aufhorchen.

Die Defensive zeigt wenige Schwächen, insbesondere Torwart Rene Adler ist zur Stelle als er gebraucht wird.

Die Einzelkritik zum WM-Quali-Spiel:

Rene Adler: Der 23-Jährige spielte in seinem zweiten Länderspiel erstmals zu Null, konnte sich aber nur wenig auszeichnen. In der 54. Minute parierte er glänzend gegen Craig Bellamy.

Arne Friedrich: Hatte in der Defensive wenig Arbeit, konnte seine Freiräume nach vorne aber nicht nutzen und musste in der 64. Minute für Clemens Fritz Platz machen.

Per Mertesacker: In der Innenverteidigung fast ohne Fehl und Tadel, allerdings auch wenig gefordert. Der Bremer war immer um schnelles Umschalten bemüht.

Heiko Westermann: Souveräne Vorstellung. Stets einen Schritt schneller als sein Gegenspieler, hatte klare Lufthoheit im eigenen Strafraum und eine große Chance in der Offensive. Einige Fehler im Aufbau schmälern den guten Gesamtseindruck.

Philipp Lahm: Licht und Schatten beim Münchner. Lahm machte die linke Seite in der ersten Halbzeit dicht, schaltete sich aber zu wenig im Spiel nach vorne ein und konnte deshalb in der Offensive keine Akzente setzen. Nach der Pause war er nach vorne deutlich engagierter, war dafür aber zwei Mal in der Abwehr nicht zur Stelle.

Bastian Schweinsteiger: Auffälligster Mann auf dem Platz. Der Münchner überzeugte nicht nur durch gute Standards, Flanken und Schüsse, sondern war ständig um Kreativität bemüht. Hatte in der 31. Minute Pech, als der Ball nach seinem strammen Schuss nur die Latte touchierte.

Michael Ballack: Der von Wadenproblemen geplagte Kapitän spielte vor der Pause zwar unauffällig, war aber an fast jedem Angriff im Aufbau beteiligt. In der 42. Minute machte er auf sich aufmerksam, als er Wayne Hennessey mit einem Weitschuss prüfte. Nach dem Seitenwechsel war von dem England-Legionär wenig zu sehen.

Thomas Hitzlsperger: Versuchte ein ums andere Mal mit Gewaltschüssen das walisische Bollwerk zu knacken, hatte dabei aber ebenso wenig Glück wie bei den meisten seiner Anspiele in die Spitze.

Piotr Trochowski: Zunächst nicht so stark wie gegen die Russen. Der Hamburger zeigte zwar einige gute Dribblings, fand mit seinen Pässen aber nur selten einen Abnehmer und vergab zudem in der 58. Minute eine hundertprozentige Torchance. In der 72. Minute machte er sein Missgeschick mit seinem ersten Länderspieltreffer aber mehr als gut.

Lukas Podolski: Agierte wie schon gegen Russland aus der Tiefe, konnte sich diesmal aber nicht entscheidend durchsetzen und agierte in vielen Situationen glücklos.

Miroslav Klose: Hatte in der 16. Minute die erste Torchance, blieb ansonsten immer wieder in der gegnerischen Abwehr hängen. Musste im zweiten Durchgang wegen einer Prellung am rechten Fuß Patrick Helmes weichen.

Patrick Helmes: In seinem achten Länderspiel hatte der Leverkusener bereits kurz nach seiner Einwechslung eine gute Gelegenheit. Auch in der Folgezeit mit einigen gelungenen Aktionen.

Clemens Fritz: Konnte dem Spiel keine neuen Impulse mehr geben.

Mario Gomez: Konnte dem Spiel keine neuen Impulse mehr geben.

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