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Im März 2010 bestritt Thomas Müller sein erstes A-Länderspiel für den DFB © imago

Nächster Aufreger für Joachim Löw: Bayern-Youngster Thomas Müller verletzt sich bei einem Mountainbike-Sturz am Kinn und Knie.

Vom DFB-Team berichtet Martin van de Flierdt

Girlan - Dass es erstens anders kommt, als man zweitens denkt, erleben die Mitglieder des DFB-Trosses in den Tagen der WM-Vorbereitung in unschöner Regelmäßigkeit.

Denn kaum sind Verletzung und Abreise von Christian Träsch verarbeitet, da folgte die nächste Schrecksekunde.

Thomas Müller stürzte am Mittwoch mit dem Mountainbike und zog sich neben Schürfwunden am Knie auch eine Platzwunde am Kinn zu.

Letztere musste von Mannschaftsarzt Dr. Josef Schmitt genäht werden. Um 11 Uhr stellten sich zudem sechs Herren von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) unangemeldet im Mannschaftshotel vor, um 14 Spieler einem Test zu unterziehen.

So erschienen in der Pressekonferenz nicht wie geplant Müller und sein Münchner Klubkamerad Holger Badstuber, um über ihre ersten Eindrücke im Kreis der Nationalmannschaft zu referieren, sondern der Stuttgarter Cacau.

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Der war schon aufgrund der sommerlichen Temperaturen ("Für mich ist es nie zu heiß") gut gelaunt. Und dann war auch noch der Kelch der Dopingprobe an ihm vorbei gegangen.

Cacaus Blasenproblem

"Ich bin in den letzten sechs Monaten mindestens fünf Mal kontrolliert worden", berichtete der 29-Jährige. "Ich kenne den Kontrolleur inzwischen schon. Wenn er kommt, schaue ich immer weg."

Es sei keineswegs so, dass Grund habe, vor dem Test Angst zu haben. "Aber so eine Dopingprobe dauert bei mir immer länger. Ich muss immer sehr viel trinken", sagte er.

"Es ist schon vorgekommen, dass ich dann nachher auf dem Weg nach Hause noch mal anhalten musste."

Gute Chancen im "Casting"

Besagten Weg nach Hause wird der Stuttgarter so bald wohl nicht antreten müssen. Seine Chancen auf einen Platz im endgültigen WM-Kader sind hervorragend, zumal er sich in Südtirol in guter Form präsentiert.

"Die Information ist, dass alle Stürmer mit dabei sein werden", erinnerte er. "Direkt hat mir der Bundestrainer das zwar noch nicht gesagt. Aber ich bin zuversichtlich und sehr entspannt."

Die Antworten auf die beiden anderen drängenden Fragen neben der nach den Verlierern des "WM-Castings" erfahren die Spieler am Mittwochabend.

K- und T-Frage werden gelöst

Dann wird Joachim Löw sie darüber informieren, wer die Mannschaft in Südafrika aufs Feld führen und wer im Tor stehen wird. 239581(DIASHOW: Binde sucht starken Arm)

Die nötigen persönlichen Gespräche, die der Bundestrainer zuvor mit den betreffenden Akteuren führen wollte, sind inzwischen möglich, weil mit Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Jörg Butt am späten Vormittag auch die letzten Nachrücker in Girlan eingetroffen sind.

Und zwar unfallfrei und ohne Schürfwunden. Das muss in diesen Tagen besonders betont werden.

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