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Torsten Frings debütierte im Februar 2001 in Paris im DFB-Team © getty

Torsten Frings ist nach seiner Ausbootung fürs Wales-Spiel stinksauer. Er vermisst "Rückendeckung, Vertrauen und Respekt".

Von Andreas Kloo

Erst das unrühmliche Ende von Kevin Kuranyis Nationalmannschafts-Karriere ? und jetzt denkt auch Torsten Frings an Rücktritt. Die neue harte Linie von Bundestrainer Joachim Löw hat Folgen.

Nachdem Frings bei den WM-Qualifikationsspielen gegen Russland bis auf sechs Minuten und gegen Wales durchgehend auf der Bank saß, denkt auch der Bremer an Rücktritt:

"Das kann ich nicht ausschließen. Klar, ich denke an einen Rücktritt. Nicht, weil ich beleidigt bin, sondern weil mir die letzten Tage die Augen geöffnet haben", sagte Torsten Frings in der "Bild".

"Eine Demütigung!"

Gegen Wales durfte sich der Bremer noch nicht einmal warmlaufen. "Das war für mich die Krönung, eine Demütigung!", beschwert sich der Routinier.

Die Entscheidung des Bundestrainers, auf ihn zu verzichten, kann er nicht nachvollziehen. Zu den Konkurrenten im defensiven Mittelfeld, Thomas Hitzlsperger und Simon Rolfes, hat er eine klare Meinung: "Sie sind nicht besser."

Vor allem Löws Verhalten in den letzten Tagen stößt Frings sauer auf. Er erwarte "vom Trainer mehr Rückendeckung, Vertrauen und Respekt".

Kein beleidigter Abgang

Beleidigt abziehen wie Kevin Kuranyi wollte Frings während der Wales-Partie aber nicht. ""Ich bin seit sieben Jahren Nationalspieler, da haust du nicht einfach mal so eben ab."

Eine Zukunft im Nationalteam sieht der Mittelfeldspieler aber nicht mehr für sich: "Mit fast 32 Jahren hast du ein Gespür für so etwas. Ich sehe bei ihm derzeit keine Perspektive für mich."

Frings wäre das zweite Opfer der neuen Linie von Löw. Vor dem Start in die WM-Qualifikation hatte Löw angedeutet, es gebe keine Stammplatzgarantie mehr. Das bekam Frings am eigenen Leib zu spüren.

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