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Am Dienstagabend wird Bundestrainer Löw (2.v.r.) seine Entscheidung bekannt geben © getty

Die sportliche Leitung des DFB-Teams will sich noch heute dazu äußern, welcher Spieler nicht mit nach Südafrika fahren wird.

Vom DFB-Team berichtetMartin van de Flierdt

Girlan - Die Entscheidung über den Unglücksraben, der vor dem Ende der FIFA-Meldefrist aus dem derzeit noch 24 Mann starken Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft gestrichen wird, fällt am frühen Abend.

"Wir müssen die Liste bis Mitternacht abgeben. Also haben wir noch einige Zeit", erläutertet Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff am Dienstagmittag. "Ich denke, dass die Entscheidung zwischen 19.30 und 20 Uhr bekannt gegeben wird."

Zuvor wolle die sportliche Leitung noch das Nachmittagstraining abwarten.

Bierhoff erläutert den Zeitplan

"Dann ist es auch so, dass man das Gespräch mit dem betreffenden Spieler in Ruhe führen und dann die Mannschaft informieren will", führte Bierhoff weiter aus.

"Das wird im Laufe des späten Nachmittags beziehungsweise frühen Abend geschehen. Da wir keinen Zeitdruck haben, werden wie die Entscheidung auch erst bekannt geben, wenn sie wirklich getroffen ist. 243958(DIASHOW: Streichkandidaten des DFB)

Dass es für Bundestrainer Joachim Löw wie schon 2008 keine einfache Sache sein wird, dem betreffenden Spieler abzusagen, steht für Bierhoff außer Frage.

"Jeder hat toll gearbeitet"

"Wir haben durch die Bank tolle Charaktere hier, die sich immer für die Mannschaft eingesetzt haben. Jeder hat toll gearbeitet und sein Maximum gegeben", lobte der Europameister von 1996. "Jetzt einen nicht belohnen zu können, der so kurz vor dem Ziel war, fällt ungeheuer schwer."

Allerdings riet Bierhoff dazu, trotz aller Enttäuschung den Kopf oben zu behalten:

"Am Ende des Tages muss dieser Spieler mit dem Gefühl nach Hause gehen, dass es eine Auszeichnung für ihn war, zu diesem Kreis dazuzugehören. Er sollte es als Ansporn sehen, in der nächsten Saison wieder anzugreifen." 243958(DIASHOW: Streichkandidaten des DFB)

Schweinsteiger relativiert Entscheidung

Auch Bastian Schweinsteiger relativierte die Bedeutung der Personalentscheidung.

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"Für denjenigen ist es zwar bitter und sehr enttäuschend, wenn man nach Hause geschickt wird, nachdem man zwei, drei Wochen hart gearbeitet hat", meinte der Vizekapitän. "Andererseits geht davon die Welt nicht unter, es gibt Schlimmeres auf der Welt."

Spekulationen, wer der Spieler sein könnte, der in den sauren Apfel beißen muss, wollte Bierhoff nicht kommentieren.

Neben Top-Kandidat Andreas Beck kommen nach den jüngsten Trainingseindrücken wohl auch noch Stefan Kießling und Marcell Jansen in Frage, der von 100-prozentiger körperlicher Verfassung noch ein Stück entfernt ist.

Bierhoff mauert bei Jansen und Kießling

"Der Stand ist, dass Marcell alle Trainingseinheiten der letzten Zeit mitmachen konnte", mauerte Bierhoff.

Auch bei Kießling wollte er "nicht in Details gehen: Diese Fragen sollte der Trainer beantworten, der jede Einheit gesehen hat. Auch Stefan hat aber alles gegeben und nimmt jeden Tag den Konkurrenzkampf an."

Sofort abreisen oder bleiben?

Wie derjenige welcher auf die Entscheidung zu seinen Ungunsten reagiert, liegt ganz bei ihm. 243958(DIASHOW: Streichkandidaten des DFB)

"Wir überlassen es dem Spieler selbst, wie er es angehen will, ob er noch einen Tag bei der Mannschaft bleiben oder sofort abreisen will", erklärte Bierhoff.

Der Manager ist sich allerdings schon sicher, wie diese Entscheidung ausfällt: "Er wird sicher sofort nach Hause fliegen."

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