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Im Februar 2009 bestritt Andreas Beck (l.) sein erstes A-Länderspiel für den DFB © getty

Der Hoffenheimer wird auf der Liste der 23 WM-Fahrer fehlen. Er hat eine "Vorahnung" will an der "Situation aber wachsen."

Vom DFB-Team berichtetMartin van de Flierdt

Girlan - Joachim Löw hat sich entschieden: Auf der Liste der 23 deutschen WM-Spieler, die der DFB der FIFA bis Mitternacht melden muss, fehlt der Name Andreas Beck. 243958(DIASHOW: Streichopfer des DFB)

"Es ist mir nicht leicht gefallen", erklärte der Bundestrainer um kurz nach 20 Uhr im Vorgarten des Mannschaftshotels Weinegg.

"Denn Andi Beck hat hier sehr viel investiert und sich im Mannschaftskreis immer korrekt und fair verhalten. Aber ich habe in der Abwehr genügend Alternativen."

Beck hatte eine Ahnung

Den Hoffenheimer traf diese Nachricht nicht unvorbereitet. Er war seit Beginn der WM-Vorbereitung als Streichkandidat Nummer eins gehandelt worden.

"Es wurde in den vergangenen Tagen viel spekuliert und dabei auch mein Name immer mal wieder genannt", sagte er.

"Ein bisschen habe ich geahnt, dass es vielleicht eng werden könnte. Ich bin enttäuscht, aber ich akzeptiere natürlich auch die Entscheidung der Trainer."

Rückflug mit der Mannschaft

Beck fliegt am Mittwoch mit der Mannschaft von Bozen nach Frankfurt und reist von dort nach Hause weiter.

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"Ich habe ihm gesagt, er soll sich trotz der Absage für die WM als Teammitglied fühlen", schilderte der Bundestrainer das persönliche Gespräch mit dem Rechtsverteidiger. "Er wird auch in Zukunft wieder mit dabei sein."

Dass Beck den Sprung in das endgültige Aufgebot nicht geschafft habe, liege auch an seiner "etwas durchwachsenen Saison in Hoffenheim", meinte Löw.

"Er hatte viele Verletzungen und musste sich immer wieder heranarbeiten. Am Ende hat es eben nicht ganz gereicht."

"An der Situation wachsen"

Eine solche Situation sei "nicht einfach, zumal ich nach den verletzungsbedingten Ausfällen der einzige bin, der gehen muss", bekannte Beck. "Aber sie gibt mir auch die Möglichkeit, daran als Persönlichkeit zu wachsen."

Nachdem er vom Bundestrainer unterrichtet worden war, hatte er einige Worte an die Mannschaft gerichtet, die ihn daraufhin mit Applaus bedachte.

"Ich habe ihnen allen ganz viel Glück für die WM gewünscht", schilderte der 23-Jährige. "Es ist ein richtig guter Kader mit einem tollen Zusammenhalt, der in Südafrika einiges erreichen kann." (Der deutsche Kader im Überblick)

Ein Hintertürchen, dass er vielleicht doch noch mit diesem "richtig guten Kader" nach Südafrika reist, ließ der Bundestrainer Beck noch offen: "Falls in der Abwehr noch irgendwas passiert, ist er selbstverständlich der erste Kandidat, der nachrückt."

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