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Franz Beckenbauer wurde 1974 als Spieler und 1990 als Teamchef Weltmeister © getty

Der "Kaiser" kann die Haltung des Bundestrainers bei den geplatzten Vertragsverhandlungen mit dem DFB nicht nachvollziehen.

München - Franz Beckenbauer hat wenige Tage vor Beginn der WM in Südafrika Bundestrainer Joachim Löw eine Teilschuld für die geplatzten Vertragsverhandlungen mit dem DFB gegeben.

"Für was brauche ich denn als Trainer einen Vertrag? Um mich abfinden zu lassen? Davon haben doch nur die Anwälte etwas", sagte Beckenbauer dem "Tagesspiegel".

Die Verhandlungen zwischen Löw, Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff und dem DFB bezeichnete Beckenbauer als "unglücklich".

"Ohne Michael Ballack wird es schwer"

Sportlich traut der "Kaiser" der DFB-Auswahl nach dem Ausfall von Kapitän Michael Ballack am Kap der guten Hoffnung trotz des beeindruckenden 3:1 gegen Bosnien-Herzegowina am Donnerstag in Frankfurt am Main offenbar nicht den großen Wurf zu.

"Wir müssen hart arbeiten, um überhaupt ins Halbfinale zu kommen. Ohne Michael Ballack wird es schwer. Nun ist unsere Mannschaft geschwächt", sagte Beckenbauer.

Spanier überzeugen

Von der Leistung Spaniens zeigte sich Beckenbauer angetan, die Iberer bezeichnete er als "geniale Mannschaft".

"Sie verschieben die Räume perfekt, da ist jeder Schritt abgestimmt. Und mit den Brasilianern muss man immer rechnen."

Der deutsche Fußball müsse immer härter arbeiten als andere, befand Beckenbauer. "Wir waren nie Künstler wie die Brasilianer auf dem Rasen."

"Ein Feld von Gauklern"

Zudem kritisierte das FIFA-Exekutivmitglied den Kommerz im Fußball und die Gier der Spielervermittler.

"Der Fußball ist ein Feld von Gauklern geworden", sagte der 64-Jährige und nannte als Beispiele: "Spielervermittler, wohin man schaut, Profitmacher."

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