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Bundestrainer Jogi Löw (1.v.l.) und sein Team landeten am Montagmorgen in Südafrika © getty

Die Nationalelf ist in Johannesburg gelandet und geht hochmotiviert in die Mission WM-Titel. SPORT1 war mit an Bord.

Aus Südafrika berichtet Thorsten Mesch

Frankfurt am Main/Johannesburg - Schulkinder schwenkten Deutschland-Fahnen, die Hotelangestellten im Teamhotel "Velmore Grande" tröteten kräftig mit ihren Vuvuzelas.

Joachim Löw und sein Team genossen diesen Empfang in Südafrika.

"Großartig", nannte der Bundestrainer am Montagmorgen die Begrüßung.

"Es hat sofort gezeigt, mit welcher Freude und Begeisterung die Südafrikaner die WM erwarten und dass sie alles für ihre Gäste aus aller Welt tun werden", sagte Löw bei der Ankunft im Quartier nahe Johannesburg.

Bereits der Flug mit dem Airbus A 380 war ein ganz besonderes Erlebnis und eine perfekte Einstimmung auf die Mission Titeleroberung.

"Wir sind gespannt auf den 380", sagte Philipp Lahm vor dem Abflug in Frankfurt im größten Passagierflugzeug der Welt am Sonntagabend.

(246101DIASHOW: Der Flug)

Es sei für ihn "eine große Ehre und eine ganz besondere WM, weil ich die Mannschaft in Südafrika erstmals als Kapitän anführen werde", erklärte der nach Michael Ballacks Verletzung zum Spielführer ernannte Münchner.

"Vorfreude auf ein neues Land"

"Es herrscht im ganzen Team eine enorme Vorfreude auf das neue Land, auf neue Sitten, aber besonders auf die Spiele", berichtete Lahms Teamkollege Bastian Schweinsteiger.

Bereits an den Schaltern beim Check in im Terminal 1 B des Frankfurter Flughafens signalisierten grüne Kunstrasenmatten in Form von Fußballfeldern: Hier geht?s zur WM!

Schon dreieinhalb Stunden vor dem Abflug nach Südafrika stieg in der Business Lounge am Gate C 14 die erste Party.

Muntere Einstimmung

Während unten das neue Flaggschiff der Lufthansa bereits in Parkposition stand, wurden Fans und Journalisten mit coolen Drinks, Häppchen, Spielen und afrikanischer Musik in Stimmung gebracht.

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Als gegen 18.30 Uhr plötzlich die ersten Spieler eintrudelten, um sich den schneeweißen Riesen-Vogel vor dem Abflug von innen anzusehen, stieg die Spannung weiter an.

Hunderte Fans jubeln Team zu

Und als schließlich Bundestrainer Joachim Löw mit der gesamten Mannschaft und ihrem Tross begleitet von Trommeleinlagen zum Boarding durch die Menge schritt und die Spieler Autogramme schrieben, hatte das WM-Fieber jeden erfasst.

Während der Flieger im Regen auf die Startbahn rollte, standen auf den Aussichtsplattformen hunderte Fans und jubelten dem DFB-Team zu.

Shakira begrüßt die Passagiere

Dann der nächste Höhepunkt: "Hello and welcome on board", hauchte eine Frauenstimme durchs Mikrophon. "Hier spricht Shakira. Ich wünsche allen eine gute Reise und der deutschen Mannschaft eine erfolgreiche WM."

Der Superstar aus Kolumbien hatte seinen Anschlussflug in Madrid verpasst und war per Privatjet nach Frankfurt hinterhergedüst. Shakiras Flieger dort rollte neben den Airbus und die Sängerin stieg bequem um.

Der gesamte Abflug nach Südafrika verspätete sich daher um gut eine halbe Stunde, wofür sich Shakira natürlich charamant entschuldigte.

Ihren offiziellen WM-Song "Waka Waka" wird sie am Freitag vor dem Eröffnungsspiel in Johannesburg singen.

Videos der Nationalspieler

Auch an Bord des A380 war für beste Unterhaltung gesorgt: Per Videobotschaft informierten Lahm, Schweinsteiger und Stefan Kießling die Passagiere über den Flug, Filme, WM-Vorschauen, Musik, Spiele, Gymnastik, Weiterbildung und Businessbücher ? die "Media World" ließ keine Wünsche offen.

(244723DIASHOW: Der DFB-Kader für die WM)

Allerdings hätte die Beinfreiheit in der Economy Class etwas großzügiger ausfallen können.

Derlei Probleme hatten die Nationalspieler in der Business Class nicht. Im Oberdeck des zweistöckigen, 72 Meter langen, 79 Meter (Spannweite) breiten und 526 Personen fassenden Super-Jets konnten auch Manuel Neuer und Per Mertesacker ihre Beine ganz entspannt ausstrecken und vom Gewinn des vierten Sterns träumen.

"Endlich geht es los"

"Die Testspiele waren gut, doch nun müssen Taten folgen", hatte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff vor dem Abflug erklärt. Und der Bundestrainer hatte betont: "Ich bin froh, dass es jetzt endlich losgeht. Drei Wochen Vorbereitung waren gut, aber das war auch die Grenze."

Nach 10 Stunden und 15 Minuten Flug landete dann Lufthansa-Kapitän Jürgen Raps bei wolkenlosem Himmel sicher in Johannesburg.

Zuvor hatte er noch das Ziel ausgegeben:

"Wir würden uns freuen, die Nationalmannschaft am 12. Juli als Weltmeister wieder nach Deutschland zu fliegen ? also Jungs, reißt euch zusammen."

Um 7.35 Uhr verließen Löw und seine Spieler die Maschine und fuhren vom internationalen Airport direkt ins Teamhotel "Velmore Grande" in Centurion bei Pretoria.

Für 16.30 Uhr ist im Super Stadium in Atteridgeville ein öffentliches Training angesetzt. Südafrika wir sind da, die "Mission vierter Stern" hat begonnen.

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