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Arne Friedrich hat mittlerweile 72 Länderspiele auf dem Konto © getty

Der Ausfall von Kapitän Ballack hat offenbar auch seine positiven Auswirkungen. Mertesacker konzentriert sich auf Australien.

Aus Südafrika berichtet Martin van de Flierdt

Erasmia - Arne Friedrich sieht im Ausfall von Michael Ballack auch positive Seiten für die WM-Chancen der deutschen Nationalmannschaft (Der WM-Spielplan).

"Die Struktur ist zerbrochen, aber das kann auch eine Chance sein. So sind wir schwieriger auszurechnen", meinte der Berliner auf der ersten Pressekonferenz der DFB-Auswahl in Südafrika.

Der 30-Jährige, der mit 72 Länderspielen die meiste Erfahrung im deutschen Aufgebot nach Miroslav Klose (96) besitzt, rechnet fest mit einem Startplatz beim Auftaktspiel am 13. Juni gegen Australien:

"Von einer Stammformation zu sprechen, ist schwierig. Aber: Die Wahrscheinlichkeit ist gegeben. Ich gehe davon aus, dass ich von Beginn an spiele, auch wenn ich es nicht weiß."

Zu seiner eigenen Zukunft wollte sich Friedrich, der Hertha BSC nach dem Bundesliga-Abstieg verlassen wird, dagegen nicht äußern.

"Noch ist nichts entschieden. Die Gespräche laufen ganz gut, aber ich vertraue da meinem Berater. Es gibt bald Klarheit", sagte der Defensivakteur.

Konzentration auf Australien

Sein Abwehrkollege Per Mertesacker konzentrierte sich derweil schon vollkommen auf das Auftaktspiel gegen Australien am 13. Juni in Durban.

"Zu verlieren wäre sicherlich nicht gut", weiß der Bremer.

Vor der Begegnung mit dem Ex-Bundesligaakteur Joshua Kennedy hat er Respekt. "Er ist sehr robust, schnell und kopfballstark. Aber ich habe schon meine Erfahrung mit ihm gemacht", beschwichtigt er.

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Der gefährlichste Akteur des Gegners sei seiner Meinung nach Tim Cahill: "Ihn dürfen wir nicht in Tornähe kommen lassen. Aufgrund seiner Quirligkeit kann er jederzeit für Gefahr sorgen."

Vertrauen in Badstuber

Dass Youngster Holger Badstuber ein Unsicherheitsfaktor in der DFB-Abwehr sein könnte (244723DIASHOW: Der DFB-Kader), glaubt er nicht.

"Er muss merken, dass ihn hier jeder unterstützt. Er bekommt das Vertrauen und kann direkt loslegen." Mertesacker selbst wolle ihm "gut zureden".

Dopingtests negativ

Eine Neuigkeit verbreitete zudem Internist Dr. Tim Meyer: Die beim DFB-Team auf Sizilien und in Südtirol durchgeführten Dopingstests sind allesamt negativ ausgefallen.

"Die FIFA-Rückmeldung war, dass alle Proben negativ waren. Von der NADA haben wir keine Rückmeldung, was aber normal ist", sagte Meyer.

"Von dieser Stelle wird man in der Regel nur informiert, wenn eine Probe positiv ist. Wir gehen davon aus, dass alle Proben ausgewertet sind und sich nichts Negatives ergeben hat."

Guter konditioneller Zustand

Positiv äußerte sich der Teamarzt zum Stand der konditionellen Vorbereitung.

"Ich glaube, wir sind auf einem extrem guten Stand. Die Eindrücke aus den beiden Trainingslagern auf Sizilien und in Südtirol waren sehr gut", erklärte er.

Auch in Sachen Akklimatisierung gab Meyer Entwarnung. "Drei bis vier Tage reichen, um sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen", meinte der 42-Jährige.

"Ich habe von keinem Spieler negative Rückmeldungen erhalten, weder über Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder Schwindel, das ist ein gutes Zeichen."

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