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Jerome Boateng feierte im Oktober 2009 sein Debüt im Nationalteam © getty

Weil Jerome Boateng Kevin-Prince für das verhängnisvolle Tackling kritisierte, herrscht nun Funkstille zwischen den Halbbrüdern.

Pretoria - Das Foul von Kevin-Prince Boateng an Michael Ballack 237577(Bilder) hat den DFB-Kapitän die WM gekostet und die Nation in Aufregung versetzt.

Nun hat es auch offensichtlich auch den Familienfrieden mit Halbbruder Jerome zerstört

"Kevin sagte: Jeder hat seine eigene Familie - du deine, ich meine. Das ging mir zu weit. Deshalb ist es mir jetzt auch egal, was er macht. Es interessiert mich nicht mehr. Ich will keinen Kontakt zu ihm", sagte Jerome Boateng der "Hamburger Morgenpost".

Ähnliches hatte Kevin-Prince zuvor in der "Sport Bild" geschildert: "Wir haben andere Auffassungen. Ich habe ihm gesagt, dass ich keinen Kontakt mit ihm haben möchte."

"Kevin meinte, ich hätte ihn verteidigen müssen"

Der künftig bei Manchester City angestellte Jerome hatte Kevin-Prince für das Foul an Ballack im FA-Cup-Finale zwischen Portsmouth und Chelsea offen kritisiert.

Zu dem nicht mit einem Platzverweis geahndeten Tackling hatte Jerome unter anderem gesagt: "Das war eine klare Rote Karte."

Sein Halbbruder hat ihm diese Äußerung offensichtlich übel genommen. "Kevin meinte, ich hätte ihn verteidigen und Ballack kritisieren müssen - und nicht sagen sollen, dass es eine Rote Karte war", sagte Jerome.

Funkstille mindestens bis zum Spiel

Kevin-Prince habe erklärt: "Jeder geht nun seinen eigenen Weg. Ich habe daraufhin nur gesagt: Das machen wir doch schon länger."

Kreuzen könnten sich die Wege im letzten Gruppenspiel der DFB-Auswahl am 23. Juni in Johannesburg gegen Ghana (Der WM-Spielplan).

Bis dahin herrscht laut Kevin-Prince in jedem Fall Funkstille: "Wir haben andere Auffassungen. Vor dem Spiel reden wir sicher nicht mehr. Dann sehen wir weiter."

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