vergrößernverkleinern
Khedira (r.) und Schweinsteiger bilden Deutschlands Doppel-Sechs © imago

Khedira und Schweinsteiger haben nur ein Mal zusammen gespielt. Der Stuttgarter erklärt bei SPORT1, warum das kein Problem ist.

Vom DFB-Team berichtenMartin van de Flierdt und Martin Volkmar

Centurion - Das Lob kommt aus äußerst berufenem Munde:

"Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira gefallen mir gut und ergänzen sich hervorragend", sagt Franz Beckenbauer. "Sie können eine gute Rolle bei dieser WM spielen."

Vor gut vier Wochen war in Fußball-Deutschland an einen solchen Optimismus bezüglich des defensiven Mittelfelds der DFB-Auswahl nicht zu denken.

Michael Ballacks WM-Aus hatte die Angst geschürt, dass gerade das Kraftzentrum des deutschen Spiels in Südafrika höchsten internationalen Ansprüchen nicht genügen könnte.

Stimmungsumschwung trotz Ballack-Ausfall

Vor dem deutschen WM-Auftakt in Durban gegen Australien (So., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) ist die Öffentlichkeit längst anderer Meinung (Der WM-Spielplan).

Zwar hat Khedira nur ein Vorbereitungsspiel mit seinem neuen Partner Schweinsteiger absolvieren können.

Doch das 3:1 gegen Bosnien-Herzegowina zeigte, was Schweinsteiger zuvor schon behauptet hatte: "Gute Fußballer verstehen sich auf dem Platz immer."

Gute Abstimmung

Es sei "mit Bastian gegen Bosnien recht positiv gelaufen", meint auch Khedira im Gespräch mit SPORT1.

"Wir haben uns in der Defensive gut abgestimmt. In der Offensive haben wir immer wieder versucht, Aktionen zu setzen."

Am einen oder anderen Detail müsse in diesen Tagen allerdings durchaus noch gefeilt werden.

"Aber wenn beim ersten Mal, das wir zusammenspielen, gleich alles perfekt gelaufen wäre, wäre das auch ein Wunder."

Der moderne Sechser

Khedira hat alles, was ein moderner Sechser braucht.

"Wir wollen die Gegner auch spielerisch in Verlegenheit bringen. Deshalb habe ich auch junge Spieler wie Mesut Özil, Toni Kroos, Marko Marin oder Khedira ausgewählt", betont Bundestrainer Joachim Löw die technischen Fähigkeiten des 23-Jährigen (Breite Front für Löw-Verbleib beim DFB).

"Sami kann auf dem Platz wehtun. Er ist so fit, dass er auch in den letzten zehn Minuten noch rennen kann und hat gutes taktisches Verständnis. Er weiß, wann er eingreifen muss", bezieht sich Khediras bisheriger VfB-Mannschaftskamerad Jens Lehmann auf dessen physische und strategische Stärken.

Es kann losgehen

Damit hat Khedira im WM-Vorfeld die Skeptiker überzeugt. Nun scharrt auch er mit den Hufen, dass es endlich losgeht.

"Wir haben alles daran gesetzt, um eine erfolgreiche WM zu spielen", sagt er.

"Wir haben hart gearbeitet und die schmerzhaften Ausfälle gut weggesteckt. Wir sind dadurch enger zusammengerückt."

Die Partie in Durban wird erst Khediras sechstes Länderspiel sein.

Doch nicht nur der "Kaiser" ist zu der Überzeugung gelangt, dass man um das defensive Mittelfeld des DFB-Teams keine Angst mehr haben muss.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel