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Philipp Lahm hat mittlerweile 65 Länderspiele auf dem Konto © imago

Vor dem Auftaktspiel gegen Australien herrscht Zuversicht beim DFB-Team. Lahm und Schweinsteiger schwärmen von der Qualität.

Vom DFB-Team berichten Daniel Rathjenund Martin van de Flierdt

Centurion - Sie waren locker und entspannt.

Vor dem Auftaktspiel gegen Australien (So., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) regiert Zuversicht im Teamhotel "Velmore Grande", wo die deutsche Mannschaft logiert.

"Ich freue mich, dass es jetzt endlich losgeht. Wir sind hungrig!", sagte Kapitän Philipp Lahm am Freitag bei der letzten Pressekonferenz vor dem Match (der WM-Spielplan).

Der Außenverteidiger zeigte sich zugleich begeistert von der Verfassung seiner Crew.

"Unser Vorteil ist, dass wir nicht typisch deutsch sind", erklärte der Akteur des FC Bayern.

Die spielerische Qualität sei herausragend. "Das ist die beste Nationalmannschaft, in der ich je gespielt habe", fügte er an.

Lahm ist seit 2004 fester Bestandteil der DFB-Auswahl.

Für seine "Amtszeit" als Mannschaftsführer formulierte der 25-Jährige auch seine Grundsätze.

Vorbereitung mit Terminator

"Ich will kommunikativ sein, auch außerhalb sympathisch sein und meine Leistung bringen", betonte er.

Bis zum Australien-Spiel bestimmen nun Video- und Mannschafts-Sitzungen sowie taktische Schulungen noch den Ablauf der Stunden bis zum Anpfiff in Durban.

Verletzungssorgen plagen Bundestrainer Joachim Löw keine.

Beim letzten Training im Super Stadium von Atteridgeville begrüßte der Bundestrainer alle 23 Spieler.

Löw legte in der letzten Übungseinheit vor dem Abflug nochmals großen Wert auf taktischen Feinschliff, die Belastung fuhr er herunter.

"Wir arbeiten bis zum Spiel eher im regenerativen Bereich", sagte Co-Trainer Hansi Flick.

Eine Inspiration für die nötige Härte im Fight mit den "Aussies" verschafften sich die DFB-Kicker bei einem gemeinsamen Kino-Abend am Donnerstag.

"Terminator IV" flimmerte über die Leinwand im Hotel.

Wer spielt rechts?

Wer am Sonntag von Beginn an im 4-2-3-1-System aufläuft, steht so gut wie fest. "Wir machen uns allerdings auf zwei, drei Positionen noch unsere Gedanken", merkte Flick an.

Thomas Müller, Marko Marin und Piotr Trochowski kämpfen noch um den Platz im rechten Mittelfeld, Marcell Jansen und Holger Badstuber um die Position des linken Verteidigers.

Im Angriff wird wohl Miroslav Klose den Vorzug vor dem Stuttgarter Cacau bekommen.

"Der Einzelne ist nicht wichtig. Jeder, der auf dem Platz steht, muss wissen, was er zu tun hat", kommentierte Lahm.

Schweinsteiger warnt

Mental konzentriert er sich voll auf die Australier - ebenso wie Bastian Schweinsteiger, der als Leader im defensiven Mittelfeld fungieren wird.

"Wir dürfen uns nicht viele Fehler erlauben. Auf diesem Niveau werden die schnell bestraft", weiß er.

Auch Löw warnt: "Die Australier sind stark, sie haben sehr positive Spieler, sie geben nie auf, kämpfen immer, haben in der Defensive eine gute Organisation und dazu schnelle Offensivkräfte."

Ein Hauch von Unsicherheit bleibt vor dem Abflug am Samstagvormittag von Lanseria nach Durban noch vorhanden, zumal Löw den jüngsten Kader seit 76 Jahren in ein großes Turnier schickt.

"Kann etwas Großes entstehen"

"Man weiß vor so einer WM natürlich nicht, wozu die Mannschaft fähig sein wird. Das Potenzial hat sie auf jeden Fall, auch für die Zukunft", sagte der DFB-Coach. Bei einer WM gäbe es aber "viele Unwägbarkeiten. Das ist ein ganz schmaler Grat. Aber ich habe volles Vertrauen in diese Mannschaft."

Das hat auch Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger: "Unsere jungen Spieler vermitteln einen starken Eindruck, da kann etwas Großes entstehen."

Das Durchschnittsalter der DFB-Auswahl liegt bei nicht einmal 25 Jahren. Auch deshalb sein ein Sieg `sehr wichtig", verdeutlichte der Bundestrainer: `Das gibt der Mannschaft mit Blick auf das zweite Spiel mehr Ruhe und Selbstbewusstsein. Ansonsten gerät man schon unter Druck."

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