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Hochkonzentriert: Die DFB-Auswahl beim Abschlusstraining © getty

Bei der Pressekonferenz vor dem WM-Auftaktspiel gegen Australien geben sich Trainer und Spieler ganz locker und zuversichtlich.

Aus Durban berichtet Thorsten Mesch

Durban - Wie ein riesiges Raumschiff strahlte das Moses-Mabhida-Stadion am Samstagabend in der lauen Nacht direkt am Indischen Ozean.

Am Vorabend des ersten Gruppenspiels gegen Australien (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) absolvierte die deutsche Nationalmannschaft ihr Abschlusstraining in der mit einem Fassungsvermögen von 70.000 Zuschauern zweitgrößten Arena der WM in Südafrika (der WM-Spielplan).

Die Spieler von Bundestrainer Joachim Löw konnten den in 104 Meter Höhe über das Stadion gespannten und 2700 Tonnen schweren Stahlbogen bewundern, der von oben betrachtet Südafrikas Flagge symbolisiert.

"Der Countdown läuft"

Mit einer Seilbahn kann man sogar auf eine Aussichtsplattform hoch über dem Spielfeld fahren. Von dort aus können Besucher das Meer und die zweitgrößte Stadt Südafrikas betrachten.

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Doch Lahm und Co. hatten für solche Details keine Zeit, sie fiebern dem Auftaktspiel entgegen.

"Wir waren die ganze Zeit an einem anderen Ort, jetzt sind wir hier in Durban, die ersten Spiele der WM sind vorbei, und wir spüren, dass jetzt der Countdown läuft", beschrieb Manuel Neuer den Anstieg der Spannungskurve.

Große Vorfreude

"Ein Abschlusstraining im WM-Stadion ist etwas anderes als ein normales Training, wir sind froh, dass es jetzt endlich losgeht", ergänzte der Torhüter von Schalke 04.

"Wir freuen uns enorm auf die WM und wird sind hochmotiviert", meinte auch der Bundestrainer, der die "tolle Arena" und den hervorragend bespielbaren Rasen lobte.

Auch die deutsche Mannschaft sei in bester Verfassung, berichtete Löw: "Wir haben uns eine gute Form erarbeitet und sind zu einigem fähig."

Löw erwartet "intensives Spiel"

Löw bekundete, "Respekt vor Australien", aber auch große Zuversicht, "wenn wir unseren Rhythmus finden und schnell nach vorn spielen."

Die größten Trümpfe der Australier seien "ihre organisatorischen Fähigkeiten, ihre sehr gute Defensive, körperbetontes Spiel und Leidenschaft", erklärte der Bundestrainer.

Er erwarte "ein äußerst intensives Spiel mit unheimlich viel Widerstand."

"Wir sind gewarnt"

Am Samstagabend führte Löw nach dem Abendessen Einzelgespräche mit den Spielern, am Sonntag wird er nach weiteren Gesprächen die Aufstellung bekanntgeben.

Sicher ist in jedem Fall, dass Neuer im Tor stehen wird. Der U-21-Europameister präsentierte sich am Vorabend seines WM-Debüts gelassen und voller Vertrauen in seine Fähigkeiten (244723DIASHOW: Der deutsche WM-Kader).

"Wir sind gewarnt, weil die Australier für schnelle Konter und ihre Stärke bei hohen Bällen bekannt sind", erklärte Neuer.

Vuvuzelas kein Problem

Er selbst habe jedoch "ein gesundes Selbstbewusstsein und weiß, dass ich meinen Mann stehen werde."

Vom Lärm der Vuvuzelas oder durch die 30.000 bis 40.000 erwarteten australischen Fans will Neuer sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.

"Am besten wäre blindes Verständnis", sagte er auf die Frage, ob das ständige Getröte die Kommunikation auf dem Platz erschweren würde.

"Wir werden uns völlig unabhängig davon bewegen und versuchen, unser Spiel durchzuziehen", kündigte Löw an, der eine "spannende, dramatische und sehr positive WM" erwartet. Ein guter Start gegen Australien wäre dafür sehr hilfreich.

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