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Lukas Podolski (r.) hat bereits 39 Tore für Deutschland erzielt © getty

Der Kölner macht den Bundestrainer für seine starke Leistung beim WM-Auftakt verantwortlich und lobt ihn überschwänglich.

Vom DFB-Team berichten Mathias Frohnapfel und Martin van de Flierdt

Pretoria/München - Lukas Podolski führt seine Leistungsexlosion beim WM-Start vor allem auf Joachim Löw zurück.

Der Kölner fühlt sich in der deutschen Nationalelf bestens aufgehoben - auch dank des Bundestrainers.

"Er hat meinen Weg über Jahre verfolgt. Ich habe von ihm viel gelernt - auch taktisch", sagte der Stürmer am Dienstag.

Und er benannte zugleich eine wesentliche Stärke von Löw: "Er hat mir genau erklärt, wie ich mich auf einer Position verhalten soll."

Dass dem die erneute Empfehlung an den DFB folgte, doch auch nach der WM an Löw als Bundestrainer festzuhalten, war nur folgerichtig.

"Wollen mit Löw weitermachen"

"Wir wollen alle mit ihm weitermachen, ich will mit ihm weitermachen", sagte "Poldi".

"Er macht seit Jahren gute Arbeit und fast alles richtig", ergänzte der 25-Jährige und fügte hinzu: "Wir hoffen alle, dass er nach der WM einen neuen Vertrag unterschreibt."

(Der Spielplan)

Podolski weiß, was er der Förderung durch Löw zu verdanken hat.

Als Beispiel, wie so etwas einen Spieler beflügeln kann, verwies er auf Miroslav Klose und meinte damit wohl auch indirekt seine eigene Rolle.

Klose als positives Beispiel

"Man muss wie bei Miro Klose auch an den Spielern festhalten, die mal nicht so gut drauf sind", sagte der Torschütze des ersten deutschen Treffers beim WM-Auftakt gegen Australien (4:0).

Im DFB-Gefüge klappt es plötzlich wieder mit Podolskis Spiel. Das liegt auch am offensiven Stil des Löw-Teams, den der 25-Jährige nach einer schwachen Saison explizit herausstellte.

Die Nationalelf sei nun mal dafür da, um "offensiv zu spielen." Punkt.

"Das will der Trainer auch, das haben wir auch über Jahre hinweg so trainiert im taktischen Bereich. Das hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt."

Gegen Australien war Podolski einer der treibenden Akteure im Offensivspiel, überzeugte auch mit Spielübersicht.

Volle Konzentration

Seine eigene Steigerung überrascht Podolski nicht. "Seit dem ersten Tag, als wir uns mit der Nationalelf getroffen haben, war ich sehr fokussiert, um eine gute WM zu spielen. Das ist bisher gelungen."

Grund zum Ausruhen gibt es aus Sicht des schussstarken Flügelspielers ohnehin nicht. Vor dem Serbien-Spieler dürfe sich niemand zurücklehnen.

"Es wird ein gefährliches Spiel"

Poldis Teamkollege Thomas Müller teilt diese Einstellung.

"Es wird ein gefährliches Spiel gegen Serbien", warnte der Bayern-Jungspund.

(GAMES: Das WM-Tippspiel)

Die Serben hätten Qualität in ihren Reihen und seien durch die Niederlage angeschlagen.

Für eine Turniermannschaft, die sich steigern will, ist Abheben nach dem guten Start sowieso verboten.

"Dann werden wir zerfleischt"

Müller formulierte diesen Umstand drastisch:

"Mit dem Lob muss man vorsichtig sein. Wenn man gut spielt, ist man einen Tag in den Medien der Größte, wenn wir gegen Serbien verlieren, werden wir zerfleischt."

Wie viele es für das Team noch zu erreichen gibt, machte der Auftritt von zwei Weltmeistern und einem Vize-Weltmeister im DFB-Quartier deutlich.

Gerd Müller, Rudi Völler sowie Uwe Seeler waren am Dienstag in Pretoria zu Gast, stellten den neuen Bundesliga-Einheitsball "Torfabrik" vor.

Seeler gibt Schützenhilfe

Und natürlich drückten die Altstars der Truppe fest die Daumen, der frühere Teamchef Völler berichtete begeistert von der spontanen Freude beim Abflug in Frankfurt über das Auftaktspiel.

"Schön, dass da wieder eine Euphorie in Deutschland entsteht. Ich hoffe, dass es so weiter geht", meinte Völler.

Und Seeler gab einen wertvollen Tipp: "Wir Deutsche haben die Leidenschaft, wenn wir das Ziel vor Augen haben, den Ball gleich reinzuhauen. Die anderen Teams tändeln mehr."

Gerd Müller verabschiedete sich indes ziemlich herzlich von den Nationalspielern: "Ich wünsch euch alles Gute", sagte er: "Ihr schafft das."

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