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Bastian Schweinsteiger (liegend) absolvierte gegen Australien sein 75. Länderspiel © getty

Der Münchner fehlt auch am Mittwoch beim Training des DFB-Teams. Die Verantwortlichen machen sich aber noch keine Sorgen.

Von Matthias Becker und Martin van de Flierdt

Centurion/München - Bastian Schweinsteiger ist auch zwei Tage vor dem zweiten deutschen WM-Vorrundenspiel gegen Serbien (Fr., ab 13 Uhr im LIVE-TICKER) das beherrschende Thema bei der DFB-Elf.

Der "emotionale Leader" der deutschen Mannschaft konnte auch am Mittwoch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen.

Der Mittelfeldspieler werde wegen eines Infekts der oberen Atemwege weiter geschont, erklärte Co-Trainer Hansi Flick auf der Pressekonferenz im deutschen Quartier.

Dennoch geht der Trainerstab weiter fest von einem Einsatz des Bayern-Stars aus, der auch am Abschlusstraining am Donnerstag in Port Elizabeth teilnehmen soll.

Flick: Beschäftigen uns nicht mit Alternativen

"Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Er soll im Hotel bei einer leichten Fitnesseinheit etwas anschwitzen", sagte Flick.

Die medizinische Abteilung habe signalisiert, dass es mit dem Gesundheitszustand des Bayerns-Stars bergauf gehe.

Mit möglichen Alternativen zu Schweinsteiger im defensiven Mittelfeld, "beschäftigen wir uns gar nicht", erklärte der Co-Trainer deshalb auch auf Nachfrage von SPORT1.

Ohnehin wird voraussichtlich die gleiche Startelf wie beim 4:0 gegen Australien auflaufen.

"Große Änderungen sind für das Serbien-Spiel nicht vorgesehen. Die Baustellen sind fast alle geschlossen", sagte Flick.

Auch Bundestrainer Joachim Löw merkte im Interview mit "Sky" an: "Es wird nicht viele Änderungen geben."

Er wolle allerdings noch die ausstehenden beiden Trainingseinheiten abwarten, bevor er sich endgültig festlege.

"Wenn einer geht, muss der andere bleiben"

Alle im deutschen Lager hoffen, dass das Duo Schweinsteiger/Sami Khedira im defensiven Mittelfeld nicht schon im zweiten Gruppenspiel wieder auseinandergerissen werden muss. Zum einen, weil kein weiterer nomineller "Sechser" im Kader steht.

Zum anderen aber auch, weil das Zusammenspiel zwischen Schweinsteiger und Khedira in den letzten Partien hervorragend funktionierte. Das Geheimnis hierfür ist laut Khedira, dass es eben keine klare Rollenverteilung gebe.

"Wenn einer den Ball erobert, muss der andere hinten bleiben. Das haben wir bislang ganz gut umgesetzt", erklärte der Stuttgarter die Aufgaben des Defensivduos.

Diese Absprache funktioniere hervorragend, "weil wir beide intelligente Fußballer sind."

Volle Kontentration auf Serbien

Auch das Zusammenspiel zwischen Holger Badstuber und Lukas Podolski auf der linken deutschen Seite funktionierte gegen Australien gut.

Der junge Münchner Abwehrspieler warnt aber auch vor zu übertriebenen Lobgesängen auf die deutsche Elf, sondern denkt schon an die Serben.

"Wir werden alles daran setzen, wieder zu gewinnen", sagte Badstuber. Das werde allerdings deutlich schwieriger als beim Aufgalopp gegen die Australier, versicherte Hansi Flick:

"Wir sind jetzt genug gelobt worden. Serbien ist ein ganz anderes Kaliber mit Topleuten von Chelsea, ManUnited oder Inter. Da ist volle Konzentration gefragt."(GAMES: Das WM-Tippspiel)

Für seinen Chef ist das serbische Team zwar ein "angeschossener Tiger", doch Joachim Löw warnt auch vor den "hervorragenden Individualisten".

Völler: Besser als 2002

Auch wenn man rund um die Mannschaft den Ball flach hält, nehmen die Lobeshymnen von außen kein Ende.

Ex-Teamchef Rudi Völler hält die aktuelle Truppe sogar für besser als die Mannschaft mit der er 2002 das WM-Finale gegen Brasilien (0:2) erreichte.

"Philipp Lahm hat recht, wenn er sagt, dass es die beste Mannschaft seit 2004 ist. Ich würde sogar noch weitergehen. Ganz klar ist die aktuelle Mannschaft auch besser als die von 2002. Sie verfügt über eine höhere fußballerische Qualität", sagte Völler.

Der Auftakt habe bestätigt, dass mit der deutschen Mannschaft wieder zu rechnen sei: "Die anderen müssen uns erstmal schlagen."

Jones als Edelfan

Aus erster Hand will auch Steffi Jones, selbst 2003 mit der deutschen Mannschaft Weltmeisterin, diesen "Jungen Wilden" in Südafrika die Daumen drücken.

Die Chefin des Organisationskommitees für die Frauen-WM 2011 in Deutschalnd sitzt am Freitag beim Spiel gegen Serbien auf der Tribüne.

Am liebsten würde sie dann natürlich auch Bastian Schweinsteiger zujubeln.

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