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Cacau besitzt seit Februar 2009 die deutsche Staatsbürgerschaft © getty

Nach der Sperre für Miroslav Klose gilt Cacau als Startelfkandidat. Im SPORT1-Interview spricht er über seine Einsatzchancen.

Aus Südafrika brichtet Martin van de Flierdt

Centurion - Cacaus Länderspielbilanz des Jahres 2010 kann sich wahrlich sehen lassen.

In allen sechs Begegnungen der DFB-Auswahl kam er zum Einsatz. Vier Treffer und eine Torvorlage kamen dabei heraus.

Nach der Gelb-Roten Karte für Miroslav Klose darf Cacau nun wohl gegen Ghana (Mi., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) in Südafrika erstmals von Beginn an ran.

"Wenn es so kommt, werde ich alles geben", verspricht der Stuttgarter. "Wenn nicht, versuche ich der Mannschaft eben später zu helfen."

Im SPORT1-Interview spricht Cacau über Holger Badstuber, Lukas Podolski, den Druck vor dem Gruppenfinale und die Gründe für seine Zuversicht.

SPORT1: Cacau, wie ordnen Sie die Niederlage gegen Serbien im Nachhinein ein?

Cacau: Sie war sehr ärgerlich, weil wir fast das ganze Spiel mit einem Mann weniger bestreiten mussten. Trotzdem haben wir uns gut verkauft. Leider hat es nicht gereicht, um die Niederlage abzuwenden. Jetzt müssen wir gegen Ghana unsere ganze Stärke zeigen.

SPORT1: Welche Meinung haben Sie zum Platzverweis von Miroslav Klose?

Cacau: Er war unberechtigt. Man bekommt für Kleinigkeiten Gelb gezeigt, redet auf der anderen Seite aber immer von internationaler Härte. Für so etwas vom Platz zu fliegen wie Miro Klose gegen die Serben, ist einfach nicht in Ordnung.

SPORT1: Dennoch hatte die deutsche Mannschaft schon vorher Probleme, den Ball in die Spitze zu bekommen.

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Cacau: Wir wussten, dass es schwierig sein würde, weil die Serben gut stehen. Das war von vorneherein klar. Aber wenn wir mit elf Mann weitergespielt hätten, dann hätten wir das Spiel gewonnen. Wir haben einfach mehr für das Spiel getan, bis die Serben in Überzahl geraten sind.

SPORT1: Holger Badstuber hat auf der linken Abwehrseite gegen Milos Krasic nicht gut ausgesehen. Ist ihm zu wenig geholfen worden?

Cacau: Das ist schwierig zu sagen. Wir waren eben ein Mann weniger, da kommt es zu solchen Situationen, die normalerweise nicht passieren. Man muss ja für den einen mitlaufen, der nicht mehr auf dem Platz ist. Ich kann mich nicht erinnern, dass Holger überlaufen worden wäre, solange wir mit elf gegen elf gespielt haben.

SPORT1: Was sagen Sie zum Strafstoß von Lukas Podolski?

Cacau: Leider ist der Ball nicht reingegangen. Aber wir dürfen Lukas jetzt nicht dafür verantwortlich machen, dass wir verloren haben. Er hat ja nicht mit Absicht verschossen.

SPORT1: Wie sehen Sie nun die Situation vor dem Gruppenfinale?

Cacau: Wir mussten diese Niederlage erst einmal verarbeiten und konzentrieren uns jetzt voll auf das Spiel gegen Ghana. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das dann auch gewinnen werden.

SPORT1: Und was genau macht Sie zuversichtlich?

Cacau: Wir haben eine starke Mannschaft, einen guten Charakter, gute Spieler. Wir sind auch für diese Extremsituation bereit.

SPORT1: Die Serben haben aber doch gezeigt, dass es taktische Mittel gegen Deutschland gibt. Haben Sie gar keine Zweifel am Weiterkommen?

Cacau: Nein. Man hat doch gesehen, wie viele Chancen wir gegen die Serben herausgespielt haben, obwohl wir ein Mann weniger waren. Deshalb mache ich mir keine Sorgen für das Ghana-Spiel (GAMES: Das WM-Tippspiel).

SPORT1: Dennoch erlebt die junge Mannschaft jetzt eine ungewohnte Drucksituation.

Cacau: Das ist im Fußball eben so. Man lernt damit umzugehen. Wir werden deswegen jetzt nicht nervös.

SPORT1: Miroslav Klose ist gesperrt. Rechnen Sie gegen Ghana mit einem Einsatz von Beginn an?

Cacau: Wenn es so kommt, werde ich alles geben. Wenn nicht, versuche ich der Mannschaft eben später zu helfen.

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