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Bundestrainer Joachim Löw gab gegen Ghana Jerome Boateng eine Chance von Beginn an © getty

Der Erleichterung nach dem Sieg über Ghana ist spürbar. Bundestrainer Joachim Löw spricht von einer wichtigen Erfahrung.

Johannesburg - Die Erleichterung über den mühevollen 1:0-Sieg über Ghana und die damit verbundene Qualifikation für das Achtelfinale war greifbar.

Die Afrikaner lieferten der DFB-Elf einen Kampf auf Biegen und Brechen und schnupperten mehrfach am Führungstor 254003(DIASHOW: Die Bilder des Spiels).

Nachdem Mesut Özil in der ersten Halbzeit noch an Towart Kingson scheiterte, besorgte er mit einem Traumtor zum 1:0 den Endstand. In der Runde der letzten 16 kommt es nun zum Klassiker gegen England.

"Deutschland gegen England und das bei einer WM, das ist natürlich eine überragende Konstellation", meinte auch "Kaiser" Franz Beckenbauer.

SPORT1 fasst die Stimmen zum dritten Gruppenspiel des DFB-Teams zusammen:

Bundestrainer Joachim Löw: Das war ein unglaublich intensives Spiel, in dem viele Dinge nicht so geklappt haben. Aber letztendlich sind wir eine Runde weiter. Manuel Neuer hat zwei-, dreimal hervorragend gehalten, es war eine große Leistung von ihm. Bei uns hat man in manchen Phasen gemerkt, dass der Druck insgesamt vorhanden war. Aber letztendlichhaben wir dem Druck standgehalten und in einer wichtigen Phase das Tor erzielt. Für so eine junge Mannschaft ist es gut, einmal durch so ein Stahlbad zu gehen, in dem es um alles oder nichts geht. Das Achtelfinale wird eine Klassebegegnung, wir freuen uns drauf.

Mesut Özil: Ich musste in der ersten Halbzeit ja schon das 1:0 machen, das war natürlich bitter für mich. Da war ich enttäuscht, aber ich wusste, dass ich mein Tor mache.

Jerome Boateng: Es war schon etwas Besonderes, gegen Ghana zu spielen. Ich habe mir den ganzen Tag darüber Gedanken gemacht. Ich weiß nicht, ob wir uns noch einmal über den Weg laufen.

Theo Zwanziger (DFB-Präsident): Die Mannschaft hat sich lange schwer getan. Ich hatte das Gefühl, dass da etwas Selbstbewusstsein gefehlt hat. Ghana war keine Übermannschaft. Wir haben unser Minimalziel erreicht. Ich denke, es wird jetzt eine Leistungssteigerung geben. England ist eine große Hürde, es ist ein Klassiker.

Oliver Bierhoff: Vielleicht ist es ein Vorteil, gegen England zu spielen, weil wir nicht unbedingt Favorit sind.

Lukas Podolski: Wir haben es verpasst, im letzten Drittel das Tempo hochzuhalten. Das Wichtigste ist aber, dass wir eine Runde weiter sind und darüber freuen wir uns. Jetzt beginnt die Vorbereitung auf England (Der WM-Spielplan).

Cacau: Es war ein sehr schweres Spiel. Wir haben vor der Pause nur eine gute Torchance gehabt, das müssen wir natürlich besser machen. Der Druck war spürbar, aber das war eine wichtige Erfahrung für die junge Mannschaft. Natürlich möchte ich im Achtelfinale gerne wieder von Anfang an spielen, aber das muss der Trainer entscheiden.

Hans Sarpei (Ghana): Wir sind eine Runde weiter und sind glücklich darüber. Natürlich ist das eine Niederlage gewesen, da ist die Stimmung schon gedrückt, aber wir freuen uns trotzdem. Der Liebe Gott weiß vielleicht, warum wir jetzt gegen die USA spielen. Man weiß aber nicht, ob das einfach ist als gegen England (GAMES: Das WM-Tippspiel).

Andre Ayew (Ghana): Wir haben gekämpft bis zum Schluss. Für den Sieg war es nicht genug. Aber es hat gereicht, um die nächste Runde zu erreichen. Wir hatten viele Chancen. Wichtig ist, dass wir weiter sind.

Trainer Milovan Rajevac (Ghana): Deutschland hat ein exzellentes Team. Wir hatten unsere Chancen und haben uns qualifiziert, das ist die Hauptsache.

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