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Toni Kroos bestritt im März gegen Argentinien sein erstes Länderspiel © imago

Toni Kroos feierte gegen Ghana seine WM-Premiere. Bei SPORT1 spricht er über seine Einsatzchancen als Schweinsteiger-Ersatz.

Aus Südafrika berichtetMartin van de Flierdt

Centurion - Zwei Spiele hatte sich Toni Kroos bei der WM in Südafrika über die komplette Distanz von außen anschauen müssen 254003(DIASHOW: Die Bilder des Spiels).

Gegen Ghana feierte der Bayern-Rückkehrer in den Schlussminuten für den angschlagenen Bastian Schweinsteiger dann seine WM-Premiere (Der WM-Spielplan).

"Darauf habe ich gewartet und hingearbeitet", sagt der mit 20 Jahren jüngste DFB-Akteur.

"Nun hoffe ich, dass ich noch das eine oder andere Mal zum Einsatz kommen werde."

Womöglich schlägt schon im Achtelfinale gegen England (So., ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER) seine große Stunde.

Denn Schweinsteiger droht auszufallen. (GAMES: Das WM-Tippspiel)

"Die erste Alternative"

"Er ist sicherlich die erste Alternative", meinte Co-Trainer Hansi-Flick.

Und Bundestrainer Joachim Löw ergänzte: "Toni hat großes Selbstvertrauen. Nach seiner Einwechslung gegen Ghana hat er gezeigt, dass er da ist."

Im SPORT1-Interview spricht Kroos über das deutsche Nervenkostüm, den anstehenden Klassiker gegen England, Wayne Rooney und die eigenen Einsatzchancen.

SPORT1: Herr Kroos, Sie haben gegen Ghana Ihre ersten WM-Minuten erlebt. Wie war?s?

Toni Kroos: Schön. Es hat mich sehr gefreut, dass es jetzt geklappt hat. Darauf habe ich gewartet und hingearbeitet. Nun hoffe ich, dass ich noch das eine oder andere Mal zum Einsatz kommen werde.

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SPORT1: Es war kein leichter Gang für die deutsche Auswahl. Woran hat es gelegen?

Kroos: Ghana ist ja nun keine so schlechte Mannschaft. Wir haben uns ein bisschen schwer getan, uns gute Chancen zu erspielen. Aber es ging auch nicht darum, ein schönes Spiel zu machen, sondern allein ums Weiterkommen. Wir mussten gewinnen und das haben wir getan, auch wenn Ghana Möglichkeiten gehabt hat, in Führung zu gehen. Wir werden uns anschauen, wie das zustande gekommen ist, und diese Fehler bis zum nächsten Spiel abstellen.

SPORT1: Von außen sah es sehr danach aus, als sei die Mannschaft nervös und verkrampft gewesen.

Kroos: Ich habe ja lange auf der Bank gesessen, deshalb kann ich dazu nicht so viel sagen. Aber ich war zwar die ganze Zeit davon überzeugt, dass wir weiterkommen. Wir haben nicht überragend gespielt, aber effizient. Wir sollten uns über den Achtelfinaleinzug freuen und weniger meckern.

SPORT1: Nach den Serben haben auch die Ghanaer die deutsche Offensive mit einem Fünfer-Mittelfeld lange erfolgreich bekämpft.

Kroos: Es ist immer einfacher, sich kompakt hinten reinzustellen, abzuwarten und aggressiv in die Zweikämpfe zu gehen. Natürlich müssen wir uns darauf einstellen, dass das unsere Gegner auch weiterhin so praktizieren. Wir müssen eine Lösung parat haben, so dass wir uns da durchspielen.

SPORT1: Nun wartet im Achtelfinale England. Wie sehen Sie die Ausgangslage?

Kroos: Das wird mit Sicherheit ein unheimlich schwieriges Spiel. England ist immer noch top besetzt und hat vielleicht noch nicht alles abgerufen, was die Mannschaft kann. Aber wir haben trotzdem die Möglichkeit, gegen sie zu bestehen.

SPORT1: Wayne Rooney hatte schon mitten in der Gruppenphase angekündigt, er werde Deutschland aus dem Turnier schießen. Wie ist das bei Ihnen angekommen?

Kroos: Als er das gesagt hat, war ja noch gar nicht klar, dass wir gegeneinander spielen. Wir können selbstbewusst in das Spiel gehen. England war bis jetzt so stark auch nicht. Von daher rechnen wir uns gute Chancen aus.

SPORT1: Bastian Schweinsteiger droht gegen England auszufallen. Sie sind schon gegen Ghana für in eingewechselt worden. Trauen Sie sich zu, ihn im Achtelfinale von Beginn an zu vertreten?

Kroos: Klar, ich bin bereit.

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