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Bastian Schweinsteiger (l.) gegen Lionel Messi beim 0:1 im März in München © getty

Auch wenn Jogi Löw Statistiken angeblich nicht kümmern: SPORT1 hat vor dem Viertelfinale gegen Argentinien die Fakten zusammengefasst.

Aus Südafrika berichtet Thorsten Mesch

Kapstadt - Vorhang auf zum Viertelfinal-Kracher:

Nach dem spektakulären Achtelfinale gegen England geht es für die deutsche Mannschaft im brisanten Duell gegen Argentinien (ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER) um den Einzug unter die vier besten Mannschaften der WM (DATENCENTER: WM-Viertelfinale).

Zum 16. Mal steht eine deutsche Mannschaft unter den letzten Acht.

Mit einem Sieg gegen Argentinien wäre zum zwölften Mal ein Platz unter den besten Vier erreicht.

Doch Joachim Löw kümmern Statistiken nicht.

"Man kann sehr zufrieden sein"

"Man kann nicht immer alles nur am Ergebnis oder an irgendwelchen Platzierungen festmachen. Es ist auch die Frage, wie man ein Spiel bestreitet", erklärte der Bundestrainer auf der Abschluss-Pressekonferenz am Freitag.

"Unabhängig von einem Endergebnis bei diesem Turnier kann man sehr zufrieden sein. Nicht nur mit dem, was die Mannschaft auf dem Platz gezeigt hat, sondern auch, wie sich die Mannschaft insgesamt bei der WM präsentiert."

Auch wenn die Beteiligten keinen Wert auf all die Zahlen legen, hat SPORT1 die Fakten zum Knallerspiel zusammengetragen.

Personal:

Löw und Argentiniens Coach Diego Maradona haben alle Stammspieler zur Verfügung.

Lukas Podolski ist trotz Muskelverhärtung ebenso einsatzbereit wie Lionel Messi, der zuletzt wegen einer leichten Grippe das Training verpasst hatte 257720(DIASHOW: Das ist Argentiniens Team).

Cacau dagegen wird wohl wegen seiner Bauchmuskelzerrung erneut pausieren müssen.

Jubiläumstor:

Sollte die deutsche Mannschaft gegen Argentinien treffen, wäre es das 200. WM-Tor einer DFB-Auswahl. Diese Marke hat bisher nur Rekordweltmeister Brasilien überschritten.

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Jubiläumsspiel:

Für Miroslav Klose ist das Duell mit den Südamerikanern das 100. Länderspiel. Bisher hat der Stürmer vom FC Bayern 50 Treffer für die DFB-Auswahl erzielt.

Direkte Duelle:

Insgesamt 18 Mal standen sich die DFB-Auswahl und Argentinien bisher gegenüber.

Die Bilanz ist aus Sicht der deutschen Mannschaft zwar mit fünf Siegen, fünf Unentschieden und acht Niederlagen insgesamt negativ.

Doch das letzte Duell bei der Weltmeisterschaft 2006 (1:1 nach Verlängerung) entschied die DFB-Auswahl im Elfmeterschießen für sich.

Bei Weltmeisterschaften gab es bisher insgesamt fünf Aufeinandertreffen. Zweimal gewann Deutschland (1958, 1990), zweimal trennte man sich remis (1966, 2006), einmal gewann Argentinien.

Zweimal standen sie sich die beiden Teams im Endspiel gegenüber. 1986 triumphierten Maradona und Co. mit 3:2, vier Jahre später gewann Deutschland durch Andy Brehmes Strafstoß den dritten WM-Titel.

Das bislang letzte Duell fand Anfang März in München statt. Argentinien gewann 1:0 durch ein Tor von Higuain.

Letzter WM-Vergleich:

Von den Spielern, die beim Viertelfinal-Krimi 2006 im Kader standen, sind heute auf deutscher Seite noch sieben dabei: Bastian Schweinsteiger, Podolski, Klose, Philipp Lahm, Per Mertesacker und auf der Bank Marcell Jansen. 257306(DIASHOW: Deutschland - Argentinien 2006).

Bei Argentinien sind es Gabriel Heinze, Carlos Tevez, Javier Mascherano, Maxi Rodriguez, Messi und Nicolas Burdisso (die letzten beiden auf der Bank).

Mögliche Sperren:

Sieben Spieler der DFB-Auswahl sind jeweils mit einer Gelben Karte vorbelastet und wären im Falle einer weiteren Verwarnung für ein mögliches Halbfinale gesperrt:

Friedrich, Thomas Müller, Sami Khedira, Lahm, Schweinsteiger, Mesut Özil und Cacau.

Statistik zum Gegner:

Argentinien hat in Südafrika alle vier Spiele gewonnen. Seit der 1:2-Niederlage in Spanien im November 2009 hat Argentinien insgesamt sogar neun Spiele in Folge gewonnen.

Das war der "Albiceleste" zuletzt zwischen 1941 und 1942 gelungen.

Seit insgesamt zehn Spielen ist der zweimalige Weltmeister bei Endrunden ungeschlagen. Ein Bestwert in Argentiniens WM-Geschichte.

Die letzte Niederlage war das 0:1 gegen England bei der WM 2002. Damals schied Argentinien in der Vorrunde aus.

Das sagen die Trainer:

Joachim Löw: "Wir haben Respekt vor dem Gegner. Argentinien ist eine Mannschaft, die unglaublich körperbetont spielt und an die Grenzen geht. Sie sind auf dem Platz sehr aggressiv und das ist ein großer Teil ihrer Stärke. Wenn wir die Räume zu sehr öffnen und wenig Laufarbeit verrichten, haben wir gegen sie kaum eine Chance."

Diego Maradona: "Wir spielen gegen einen Gegner, der uns immer einen harten Kampf geliefert hat. Aber für mich ist es ein Spiel wie jedes andere. Ich bin entspannt, die Spieler auch. Wir wissen, dass wir so spielen müssen, wie wir es bisher getan haben 256716(DIASHOW: Maradona - Ein-Mann-Entertainment).

Voraussichtliche Aufstellungen:

Deutschland: Neuer - Lahm, Mertesacker, Friedrich, Boateng - Khedira, Schweinsteiger - Müller, Özil, Podolski - Klose

Argentinien: Romero - Otamendi, Demichelis, Burdisso (Samuel), Heinze - Maxi Rodríguez, Mascherano, Di Maria (Gutierrez) - Messi - Tevez, Higuain

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